Berge & Gipfel
Prudnik, Oppeln
Die Bischofskoppe (Biskupia Kopa, 890 m) ist der höchste Gipfel des Zuckmantler Berglands, polnisch Góry Opawskie, an der polnisch-tschechischen Grenze. Auf dem Gipfel steht ein steinerner Aussichtsturm von 1898, darunter liegt eine Berghütte mit fast hundertjähriger Tradition. Die Wanderung durch Buchenwälder oberhalb von Arnoldsdorf (Jarnołtówek) bei Ziegenhals (Głuchołazy) ist eine schöne Tagestour mit Blick über die Sudeten und die Schlesische Ebene.
Den steinernen Aussichtsturm errichtete 1898 der Mährisch-Schlesische Sudetengebirgsverein zum 50. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. – es war der erste Steinturm dieser Art im Altvatergebirge (Jeseníky). Ein hölzerner Vorgänger war um 1895 eingestürzt. 1966 wurde der Turm wegen eines Fernsehumsetzers für Besucher geschlossen und erst 1998 wieder geöffnet. Er ist etwa 18–19 Meter hoch und steht auf tschechischer Seite.
Auf polnischer Seite liegt die PTTK-Hütte „Pod Kopą Biskupią“. Sie wurde 1924 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Neustadt O.S. (Prudnik), Paul Lange, eröffnet. Den polnischen Namen erhielt der Berg offiziell 1949.
Vier markierte Wege führen zum Gipfel:
Beliebt ist auch der Naturlehrpfad durch das Tal des Bystry Potok ab Pokrzywna: rund 7,4 km, etwa 2 Std. 15 Min. Nach Regen sind Wurzeln und Lehm rutschig – feste Schuhe sind wichtig. Für Auf- und Abstieg mit Pause plane 3–5 Stunden ein. Technisch sind die Wege einfach, also auch für wanderfreudige Familien geeignet.
Betreiber ist die tschechische Organisation Zlatohorsko kraj pokladů. Stand: Oktober 2026:
Bei schlechtem Wetter bleibt der Turm zu. Eintritt: 50 Kronen pro Person, zahlbar am Automaten mit Karte oder tschechischen Münzen – Złoty werden nicht akzeptiert. Kontakt: +420 588 884 606.
Am schönsten ist es im Mai, wenn die Buchen austreiben, und im Oktober, wenn der Wald golden leuchtet und der Turm noch täglich geöffnet hat. Im Winter können die Wege vereist sein, der Turm öffnet dann nur am Wochenende. Der Berg besteht aus devonischen Sandsteinen und Phylliten; unterwegs siehst du Spuren alter Steinbrüche. Unterhalb des Gipfels lädt die Hütte zu einer Pause ein.
Startpunkte sind Arnoldsdorf und Pokrzywna mit Parkplätzen an den Wegen. Von Breslau (Wrocław) fährst du gut zwei Stunden, von Dresden über Görlitz und Breslau etwa fünf Stunden. Polen und Tschechien gehören zum Schengen-Raum, die Grenze am Gipfel ist offen – einen Ausweis solltest du trotzdem dabeihaben.
Lohnt sich die Tour? Wer ruhige Waldberge und alte Aussichtstürme mag, wird hier glücklich – es ist deutlich weniger los als im Riesengebirge, und die Kombination aus polnischer Hütte und tschechischem Turm macht den Reiz dieser Grenzwanderung aus.
Unterhalb der tschechischen Seite liegt das ehemalige Goldbergbaustädtchen Zuckmantel. In Neustadt (Prudnik) lohnen der mittelalterliche Turm und das Franziskanerkloster, in Ziegenhals der historische Marktplatz.
Zeiten gültig bis 30. November 2026
Szlaki dostępne cały rok; wieża: październik codziennie 10:00–16:00, listopad wt–nd 10:00–15:00, grudzień–marzec sob–nd 10:00–15:00 (w grudniu przy dobrej pogodzie także w tygodniu), kwiecień sob–nd 10:00–16:00, maj–wrzesień codziennie 10:00–18:00; przy złej pogodzie zamknięta.
Szlaki bezpłatne; wieża widokowa 50 Kč od osoby (karta lub monety CZK, złotówki nieakceptowane).
Rozhledna na Biskupské kupě 1, 793 76 Zlaté Hory (Czechy); podejścia z Jarnołtówka i Pokrzywnej (gmina Głuchołazy)
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Geprüft: Oktober 2026