Kirchen & Klöster
An der Straße Skłodowska in Głuchołazy steht die kleine Rochuskirche, eine Filiale der Pfarrei St. Laurentius — ein Ort, der aus der Pest geboren wurde. Die erste Kapelle entstand hier Mitte des 14. Jahrhunderts, als die Pest, der „Schwarze Tod", Europa verwüstete.
Die heutige Kirche wurde 1626–1627 auf eigene Kosten des Plebans errichtet — bekannt ist dies aus den Aufzeichnungen des Pfarrers Eliasz Bom. Von Anfang an versammelte sie die Gläubigen in Zeiten der Seuche: Jede Woche wurde hier eine Messe für die Verstorbenen gelesen, und am Rochustag zog eine feierliche Prozession genau durch jene Straßen, wo die Seuche die meisten Opfer gefordert hatte.
Der kleine Bau trägt gotische Züge: eine dreiseitige Apsis, einen hölzernen Dachreiter mit Glöckchen, Spitzbogenfenster und ein Portal. Im Inneren zieht vor allem der stattliche spätrenaissancezeitliche Altar die Blicke auf sich. Die verfallene Kirche erneuerte 1860 Pfarrer Bulang.
Das Kirchlein steht wenige hundert Meter vom Zentrum von Głuchołazy, nahe dem Oberen Tor; 15–20 Minuten genügen, und der Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Kurteil verbinden.
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