Kirchen & Klöster
Die zweitürmige Kirche St. Laurentius steht fast am Marktplatz von Głuchołazy, am Fuß des Góra-Parkowa in der Woiwodschaft Oppeln. Eine Urkunde von 1285 nennt die Pfarrei und ihren Pfarrer Rudolf; der Kirchenbau selbst geht auf eine romanische Kirche aus der Zeit um 1250 zurück, errichtet unter Bischof Thomas I.
Seine heutige eklektische Gestalt erhielt das Gotteshaus in den Jahren 1729–1731, als man den älteren Bau umbaute und einen Teil der alten Westfassade in den neuen Korpus einfügte. Der Entwurf wird Jan Innocenty Töpper zugeschrieben, der unter anderem Kirchen in Głubczyce und Prudnik schuf. Ein gotisches Portal aus der Zeit um 1315 mit Masken von Mönchen blieb erhalten; die neubarocken Helme der beiden Türme ergänzte man Anfang des 20. Jahrhunderts. Bereits 1315 erhielten Głuchołazy das Privilegium der Pfarrei.
Im Inneren erwarten Sie acht barocke Seitenaltäre und der neubarocke Hochaltar von 1921. Am wertvollsten ist das Gemälde „Beweinung Christi" vom Ende des 17. Jahrhunderts im Altar der Schmerzhaften Muttergottes — eine Kopie des Bildes von Anton van Dyck aus der Werkstatt des bekannten schlesischen Barockmalers Michael Willmann.
Die Kirche befindet sich in der ul. Kościelna 4, nur wenige Schritte vom Marktplatz und den Ausgangspunkten in die Oppagebirge entfernt. Als Pfarrkirche wird sie hauptsächlich während der Gottesdienste geöffnet; sonst lohnt sich ein Blick auf die zweitürmige Fassade vom Marktplatz aus.
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