Berge & Gipfel
Roztoka Ryterska, Kleinpolen
Die Radziejowa ist mit 1266 m (auf vielen Karten 1262 m) der höchste Gipfel des Sandezer Beskid (Beskid Sądecki) und gehört zur „Krone der polnischen Berge“. Die bewaldete Kuppe erhebt sich über den Kurorten Piwniczna-Zdrój und Szczawnica. Ihr Highlight ist ein hölzerner Aussichtsturm: Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur Hohen Tatra, zu den Pieninen und über fast den ganzen Beskid. Der Aufstieg ist eine Tageswanderung ohne technische Schwierigkeiten.
Der Name geht wohl auf eine Person namens Radziej zurück. Der Berg aus Sandstein und Schiefer des Karpatenflyschs hat eine Schartenhöhe von 537 m; über seinen Kamm verläuft die Grenze zwischen Jaworki und Roztoka Ryterska. Der Gipfel liegt im Landschaftsschutzpark Poprad, etwa 2 bis 2,5 Stunden Autofahrt von Krakau (Kraków) über Neu Sandez (Nowy Sącz). Aus Deutschland führt die Route über die A4 (Görlitz – Breslau – Kattowitz – Krakau). Klassischer Startpunkt ist Rytro mit Bahnhof an der Strecke durch das Poprad-Tal; weitere Ausgangspunkte sind Piwniczna-Zdrój und Jaworki bei Szczawnica.
Für Hin- und Rückweg solltest du 6 bis 7 Stunden einplanen; die Gehzeiten sind Richtwerte. Im Tal der Roztoka Mała führt zudem der Naturlehrpfad „Rogasiowy Szlak“, der beim Bau des neuen Turms angelegt wurde. Wer die Krone der polnischen Berge sammelt, kommt an der Radziejowa ohnehin nicht vorbei.
Weil der Gipfel bewaldet ist, ist der Turm entscheidend. Der erste Holzturm (rund 20 m) wurde 2006 eröffnet, 2010 von einem Blitz beschädigt und am 15. November 2017 wegen morscher Balken gesperrt. Das Forstamt Piwniczna errichtete 2019 einen neuen, 23 m hohen Turm, der seit 2020 zugänglich ist – mit Stahlgerüst im Inneren und flacheren Treppen. Laut Turmordnung gilt:
Am Nordhang liegt das Naturreservat Baniska mit der Bania-Höhle und einem kleinen Bergsturzsee. Auf einer Wiese in rund 800 m Höhe wächst der einzige polnische Standort der Mehlprimel (entdeckt 1959). Im Herbst 1943 zerstörten Partisanen der polnischen Heimatarmee die Vermessungsgeräte, die die deutsche Besatzung auf dem damaligen Triangulationsturm installiert hatte. Auf dem Gipfel erinnert ein Denkmal an das Millennium des polnischen Staates, und am Pass Żłobki entspringt eine periodische Quelle, im Volksmund „Drachenschlund“ genannt.
Späte Frühlings- und Herbsttage bieten die klarste Sicht auf die Tatra. Die Wege sind ganzjährig frei zugänglich. Im Winter sind die Touren lang und verschneit, die Tage kurz: Grödel, Stöcke und Stirnlampe einpacken und früh starten. Bei Vereisung ist der Turm laut Ordnung gesperrt.
Szlaki i wieża widokowa dostępne całorocznie i bezpłatnie; wejście na wieżę zabronione przy burzy, silnym wietrze, mgle, ulewie i oblodzeniu.
Wstęp wolny
Radziejowa, Pasmo Radziejowej, Beskid Sądecki (granica Jaworek i Roztoki Ryterskiej)
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Geprüft: Oktober 2026