Denkmäler
In einem Wald zwischen Węgorzewo und Gołdap erhebt sich das einzige Bauwerk dieser Art in Polen: eine Pyramide von 15,9 m Höhe auf quadratischem Sockel von 10,4 × 10,4 m. Erbaut wurde sie 1811 (nach anderen Überlieferungen 1808 oder gar 1795) als Grablege des preußischen Baronsgeschlechts von Farenheid. Neuere Untersuchungen legen nahe, dass sie ursprünglich als Eishaus des Gutes diente.
Die reisebegeisterten Farenheids orientierten sich an den ägyptischen Pyramiden, die Bedingungen für die Mumifizierung bieten sollten. Das Innengewölbe wurde im selben Winkel wie bei den ägyptischen Pyramiden gearbeitet — 51°52′ —, die Außenwände neigen sich um 68–70°. Ein Fundament aus Feldsteinen sollte negative Energien beseitigen. Der Architekt ist namentlich unbekannt; der Entwurf wurde sogar Bertel Thorvaldsen zugeschrieben, ohne eindeutige Belege.
DNA-Untersuchungen ergaben, dass in der Pyramide 7 Menschen bestattet wurden — darunter der Erbauer Friedrich Heinrich von Farenheid, seine Frau und ihre 3-jährige Tochter. Nach Jahren der Vernachlässigung wurden die Bestattungen geschändet. Erst die Revitalisierung sicherte das Bauwerk; heute ist sie für Innenbesichtigungen geschlossen.
Die Pyramide ist kostenlos und jederzeit zugänglich; durch kleine Fenster blicken Sie hinein. Sie liegt beim Dorf Rapa in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, erreichbar über Landstraßen von Węgorzewo oder Gołdap. Verbinden Sie den Besuch mit einer Tour zu den Masurischen Seen.
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