Technikdenkmäler
Der Ziegelturm an der Paderewski-Straße ist einer der höchsten Punkte von Gołdap. 1905 von der Danziger Firma A. W. Müller auf kreisförmigem Grundriss aus Keramikziegeln erbaut, ragt er 46,5 Meter in die Höhe. In seinem Inneren arbeitete ein Behälter mit 250 Kubikmetern Wasser für das städtische Leitungsnetz.
Im Zweiten Weltkrieg blieb das Bauwerk praktisch unbeschädigt — den Rest besorgte die Zeit: 1986 barst der Behälter, und der Turm wurde außer Betrieb genommen. Seit 1991 steht er im Denkmalregister, in den Jahren 2008–2009 folgte eine grundlegende Revitalisierung. Am 17. Juli 2009 wurde er wiedereröffnet — diesmal als Aussichtsturm.
Zur unteren Terrasse fährt man mit dem Aufzug oder steigt zu Fuß; aufs oberste Geschoss warten noch einige Stufen. Weiter hinauf führen an der Fassade angebrachte äußere Metallstufen — von dieser Plattform reicht der Blick über die ganze Stadt und die umliegenden Hügel. Oben gibt es ein Café, am Fuß des Turmes einen Andenkenladen.
Gołdap, eine Kurstadt mit rund 13.000 Einwohnern, erlaubt es, den Turm mit weiteren Attraktionen zu verbinden: den Gradierwerken im Kurpark, den Pisten des Sportzentrums an der Piękna Góra oder den 22 km entfernten Brücken von Stańczyki. Der Turm ist in der Sommersaison von Mai bis September geöffnet; der Eintritt ist kostenpflichtig, Kinder bis 7 Jahre gehen gratis. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten, da sie außerhalb der Hauptsaison variieren können.
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