Paläste
Bei Miękinia, westlich von Breslau, stehen zwischen einem Park, der in Auenwälder übergeht, die Ruinen eines eklektischen Schlosses. Der Ort wirkt trostlos, doch die seit 1561 geschriebene Geschichte und die erhaltenen Details — Wappen, deutsche Inschriften, eine Brücke über den trockenen Graben — machen ihn zu einer der interessanteren romantischen Ruinen Niederschlesiens.
Gerichtsdokumente von 1561 erwähnen das Schloss als Besitz der Familie von Seidlitz. Die heutige Gestalt stammt aus dem 19. Jahrhundert mit einem Umbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. An der Fassade der Ruine sind noch die Wappen derer von Roeder und von Bonin zu sehen, geschaffen zur Erinnerung an die Ehe Albrechts von Roeder und Elisabeths von Bonin — mit der Jahreszahl 1866. Über dem Haupteingang hat sich die deutsche Inschrift Halte was du hast von 1874 erhalten.
In den 1970er Jahren war das Gebäude noch teilweise bewohnt und wurde von einem Staatsgut verwaltet. 1998 wurde das Schlossdach vorsätzlich in Brand gesteckt, seither steht die Residenz als vollständige Ruine.
Zum Schloss führt eine Brücke über den trockenen Graben; daneben stehen zwei Nebengebäude und eine Scheune aus dem 18. Jahrhundert, umgeben von einem denkmalgeschützten Park aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der in Auenwälder übergeht.
Die Ruinen liegen an der Parkowa-Straße in Gałów (Gemeinde Miękinia, Kreis Środa). Die Innenräume sind nicht zugänglich — die Mauern betrachtet man von außen, achtsam mit den Steindetails. Verbinden Sie den Besuch mit der Burg in Smolec oder dem Schloss in Krzyżanowice.
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