Paläste
Südwestlich von Breslau, in der Gemeinde Kobierzyce, steht ein Barockschloss aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nach Jahren unter Militär- und Staatsgut-Verwaltung kehrte das Ensemble in private Hände zurück und wurde penibel restauriert — heute beeindruckt es sowohl durch seine Silhouette als auch durch die rekonstruierten Innenräume.
Das Schloss entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde im 19. Jahrhundert umgebaut und erweitert. Der dreigeschossige Bau trägt ein Satteldach mit Gauben, die Fassade ziert eine kleine Loggia, um die Fenster laufen Ziereinfassungen, und dem Haupteingang geht eine hohe Prunktreppe voraus. An der Ostseite hat sich ein Sandsteinportal erhalten, flankiert von zwei dorischen Halbsäulen, mit Schlussstein und gebrochenem Fronton, in dem eine Kartusche mit dem Wappen der Erbauer sitzt.
Ab 1945 verfiel das Schloss: Es diente dem Militär, später einem Staatsgut. Um die Jahrtausendwende gelangte es in private Hände, die die Sanierung übernahmen. Die Innenräume wurden detailgetreu rekonstruiert: Stuckdekorationen, Kronleuchter und historische Möbel.
Die Residenz umgibt ein denkmalgeschützter Park von 1870 mit Teich; in den sanierten Vorwerksgebäuden ist ein Hotel untergebracht. In der Nachbarschaft liegen weitere Residenzen Niederschlesiens, darunter Schloss Topacz.
Das Schloss steht an der Polna-Straße in Biskupice Podgórne. Es ist ein privates Hotelobjekt — am besten von außen zu sehen, während eines Hotelaufenthalts oder nach Rücksprache mit den Gastgebern.
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