Museen
Breslau, Niederschlesien

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Audio-Spaziergang durch Breslau — 13 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
13 Stationen 90 Min. 3,5 km
Das Nationalmuseum in Breslau (Wrocław) gehört zu den wichtigsten Kunstmuseen Polens und ist der beste Ort, um die Kunst Schlesiens kennenzulernen – von mittelalterlicher Steinskulptur bis zur Malerei des 19. Jahrhunderts. Es residiert in einem prächtigen, von Kletterpflanzen bewachsenen Backsteinbau an der Oder, rund 15 Gehminuten vom Ring entfernt. Die Sammlungen umfassen über 200.000 Objekte – ein Pflichtprogramm für alle, die sich für Kunst und schlesische Geschichte interessieren.
Das Gebäude entstand 1883–1886 nach Plänen von Karl Friedrich Endell im Stil der nordischen Neorenaissance als Sitz der Provinzialverwaltung Schlesien. Vor dem Eingang stehen Bronzestatuen von Albrecht Dürer und Michelangelo des Bildhauers Robert Haertl. An der Südwestecke steht die Skulptur „Allegorie der Fischerei“ von Christian Behrens. Die Fassade ist von Kletterpflanzen bedeckt – im Sommer grün, im Herbst leuchtend rot.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Breslau polnisch. Das beschädigte Gebäude wurde 1946–1947 für das Museum umgebaut, das im Juli 1948 eröffnete und seit 1970 den Rang eines Nationalmuseums trägt. Die Sammlung spiegelt die Geschichte der Stadt: Bestände der Breslauer Museen aus deutscher Zeit – etwa des 1880 gegründeten Schlesischen Museums der bildenden Künste – gingen im Krieg und danach zum großen Teil verloren oder wurden zerstreut; ein Teil der heutigen Werke stammt aus ehemals deutschen Museen, andere kamen 1946 aus Lemberger Galerien. Schon 1815 gab es in Breslau ein Königliches Museum für Kunst und Altertümer, 1899 kam das Schlesische Museum für Kunstgewerbe und Altertümer hinzu.
Zum Nationalmuseum gehören neben dem Hauptgebäude auch das Panorama von Racławice mit dem monumentalen Rundgemälde der Schlacht von 1794, das Ethnographische Museum und der Vierkuppelpavillon an der Jahrhunderthalle mit polnischer Gegenwartskunst. Wenn du mehrere Tage in Breslau bist, lässt sich der Besuch gut kombinieren – dank des gemeinsamen Ticketvorteils, den wir unten beschreiben.
Im Hauptgebäude gibt es sechs Dauerausstellungen:
Achte auch auf die gotische Pietà aus der Zeit um 1400 und den glasüberdachten Arkadenhof mit Skulpturen. Zur Oder hin steht die Installation „Die Ritter von König Artus“ von Magdalena Abakanowicz.
Für die Highlights reichen 2 Stunden, für alle Galerien ein halber Tag. Wähle lieber ein oder zwei Ausstellungen und nimm dir dafür Zeit. Führungen buchst du telefonisch. Das Museum informiert auf seiner Website über Barrierefreiheit, Audiodeskription und Angebote in polnischer Gebärdensprache. Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt, für Familien gibt es ein Familienticket.
Das Museum ist ideal für Regentage und für die kalte Jahreszeit, wenn Gärten und Parks geschlossen sind. Wer sparen möchte, kommt am Samstag, wenn die Dauerausstellungen gratis sind; wer es ruhiger mag, wählt einen Vormittag unter der Woche. Im Herbst lohnt sich unbedingt auch ein Blick auf die Fassade, wenn sich das Laub der Kletterpflanzen rot färbt.
Stand: Oktober 2026 – Winterzeiten (1. Oktober bis 31. März):
Eintritt in die Dauerausstellungen:
Tipp: Mit einem Ticket für das benachbarte Panorama von Racławice besuchst du innerhalb von 3 Monaten die Dauerausstellungen des Nationalmuseums, des Ethnographischen Museums und des Vierkuppelpavillons kostenlos.
Das Museum liegt am plac Powstańców Warszawy 5, etwa 1 km östlich vom Ring. Straßenbahnen und Busse halten in der Nähe. Parken in der Innenstadt ist kostenpflichtig und am Wochenende schwierig – besser zu Fuß oder mit den Öffis. Aus Deutschland erreichst du Breslau über die A4 (von Görlitz etwa 2 Stunden, von Dresden rund 3 Stunden) oder mit dem Zug aus Berlin.
Ja – besonders in Kombination mit dem Panorama von Racławice nebenan. Danach bietet sich ein Spaziergang am Oderufer zur Dominsel (Ostrów Tumski) an.
Zeiten gültig bis 31. März 2027
Okres zimowy (1.10–31.03): wt.–pt. 10:00–16:00, sob.–niedz. 10:00–17:00, poniedziałki nieczynne; latem (1.04–30.09) wt.–pt. 10:00–17:00, sob.–niedz. 10:30–18:00; kasa zamykana pół godziny przed zamknięciem.
Wystawy stałe: normalny 20 zł, ulgowy 15 zł, rodzinny 10 zł/os., „Muzeum za złotówkę” (uczniowie i studenci do 26 lat) 1 zł; dzieci do 7 lat bezpłatnie; w soboty wstęp wolny na wystawy stałe.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026