Museen
Der Alte Jüdische Friedhof an der Ślężna-Straße ist heute eine Abteilung des Stadtmuseums Breslau und die einzige erhaltene Nekropole der Stadt aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die erste Bestattung fand 1856 statt, die letzte 1942. Auf einer Fläche von fast 5 Hektar sind rund 12.000 Grabsteine erhalten.
Beim Rundgang lässt sich nachvollziehen, wie sich die Kultur der jüdischen Bevölkerung Breslaus im Laufe der Zeit veränderte. Neben traditionellen Mazewot stehen monumentale Familiengrabstätten, deren Architektur von Historismus über Jugendstil bis hin zur Moderne reicht. Bestattet sind hier unter anderem der Historiker Heinrich Graetz, der Botaniker Ferdinand Cohn, Ferdinand Lassalle sowie die Eltern von Edith Stein. Während seiner Nutzung wurde der Friedhof mehrfach erweitert; heute ist er als Museum zugänglich.
Planen Sie den Besuch nicht als schnellen Rundgang. Nehmen Sie sich Zeit für Symbole, Namen und Daten und nutzen Sie nach Möglichkeit eine der Museumsführungen, die während der Saison an ausgewählten Sonntagen stattfinden. Die Wege sind uneben, und das Gelände ist nicht für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen angepasst. Donnerstags ist der Eintritt in die Dauerausstellung kostenlos. Prüfen Sie dennoch vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.
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