Museen
Posen, Großpolen
Das Musikinstrumentenmuseum Posen (Muzeum Instrumentów Muzycznych) ist eine Abteilung des Nationalmuseums und liegt in historischen Bürgerhäusern am Alten Markt 45, Ecke Woźna-Straße. Nach eigenen Angaben ist es die einzige Einrichtung dieser Art in Polen: Rund 3500 Objekte umfasst die Sammlung, etwa 600 davon sind ausgestellt – von Amati-Geigen über ein Cembalo, auf dem der junge Mozart gespielt haben soll, bis zu Volks- und Weltmusikinstrumenten. 2026 feiert das Haus sein 80-jähriges Bestehen.
Begründer war der Sammler und Forscher Zdzisław Szulc (1895–1959). Von seinen 147 Vorkriegsobjekten überstanden 80 den Zweiten Weltkrieg – sie bildeten den Grundstock. Die erste Instrumentenausstellung wurde im Mai 1946 eröffnet; 1952 wurde das Museum eine eigenständige Abteilung des Nationalmuseums. Seit 1957 ist es mit dem Internationalen Geigenbauwettbewerb Henryk Wieniawski verbunden, der alle fünf Jahre in Posen stattfindet.
Gemeinsam mit dem Nationalen Fryderyk-Chopin-Institut werden die Streichinstrumente bis 2029 per Computertomografie und 3D-Fotogrammetrie digitalisiert und ihr Klang aufgenommen. Geplant ist außerdem, den Innenhof zu überdachen und so mehr Ausstellungsfläche zu gewinnen.
Die Seite der Abteilung nennt derzeit weder Öffnungszeiten noch Preise – deshalb geben wir keine unbestätigten Zeiten an. Prüf vor dem Besuch die Website des Nationalmuseums Posen oder ruf die Infoline an: +48 61 85 68 000. Das Museum ist in Betrieb (für November 2026 sind Veranstaltungen angekündigt). Bezahlt wird in Złoty; die Beschriftungen sind überwiegend polnisch. Da sich die Zeiten saisonal ändern können, auch im Winter 2026/27, lohnt sich ein kurzer Anruf oder Blick auf die Website am Vortag – so stehst du nicht vor verschlossener Tür.
Adresse: Stary Rynek 45, Poznań, in der Fußgängerzone der Altstadt. Von Berlin fährst du mit dem Zug etwa 2,5–3 Stunden, vom Hauptbahnhof Poznań Główny sind es rund 25 Minuten zu Fuß. Plane etwa eine Stunde ein – ein schöner Programmpunkt für Musikfreunde und Familien. Das Museum belegt mehrere miteinander verbundene Bürgerhäuser, darunter das Haus der Familie Grodzicki; der Rundgang führt daher durch viele kleine Räume auf mehreren Etagen. Achte auf den Veranstaltungskalender: Regelmäßig finden Konzerte, Vorträge und Workshops statt, und alle fünf Jahre ist Posen Gastgeber des Wieniawski-Geigenbauwettbewerbs, bei dem das Museum eine wichtige Rolle spielt.
Für alle, die sich für Musik interessieren, unbedingt: Wo sonst siehst du an einem Ort ein Cembalo aus Mozarts Zeit, Wieniawskis Geigen und eine Gitarre aus einem Gürteltierpanzer? Gleich nebenan stoßen um 12 Uhr die Ziegenböcke am Rathaus zusammen, und das Hörnchenmuseum sowie das Museum des Großpolnischen Aufstands liegen nur wenige Schritte entfernt.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026