Museen
Im Herzen der Puszcza Piska, am Jezioro Nidzkie, steht das hölzerne Försterhaus Pranie von 1880 — das Haus, in dem Konstanty Ildefons Gałczyński einige seiner wichtigeren Gedichte schrieb. Heute beherbergt es ein Museum, das dem Dichter gewidmet ist und literarische Begegnungen und Konzerte in masurischer Kulisse veranstaltet.
Seinen Namen erhielt das Haus von der Wiese, an der es steht: „prała" bedeutete den sich sammelnden Nebel. Gałczyński war mit seiner Familie bei Förster Stanisław Popowski zu Gast, und in Pranie entstanden u. a. „Kronika olsztyńska" (Die Olsztynser Chronik), „Niobe", „Rozmowa liryczna", „Księżyc" (Der Mond) und „Ojczyzna" (Vaterland). Das Museum wurde 1980 eröffnet; in den hölzernen Räumen sehen Sie Erinnerungsstücke an die Aufenthalte des Dichters sowie Gegenstände aus seiner Warschauer Wohnung — Manuskripte, Zeichnungen, Fotografien und die Archive der Zeitschriften, für die er schrieb.
Um das Försterhaus führen Wege zu Orten, die mit dem Dichter verbunden sind: zur Insel Wyspa Skarbów (Schatzinsel) — seiner Lieblingsinsel auf dem See — und zur Sonnenbucht, wo die Familie badete. Hier verläuft der Kanuwanderweg Wańkowicz. Im Haus finden Konzerte, Ausstellungen und Literaturtreffen statt, jährlich auch der landesweite Rezitationswettbewerb im Namen Gałczyńskis. In Ruciane-Nida steht die Büste des Dichters von der Bildhauerin Balbina Świtycz-Widacka.
Adresse: Pranie 1, Ruciane-Nida (Sołectwo Krzyże, Powiat Pisz). Das Museum ist in der Regel 10.00–17.00 Uhr geöffnet — aktuelle Zeiten und Preise bitte auf lesniczowkapranie.art.pl bestätigen. In der Nähe: Kanufahrt auf der Krutynia (10 km) und der Masurische Landschaftspark (17 km).
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