Technikdenkmäler
In Grodzisko bei Skała, auf dem Gebiet des Nationalparks Ojców, arbeitete jahrhundertelang die Mühle Tarnówki – heute eines von 12 erhaltenen Denkmalen des Wassermühlenwesens im Prądniktal. Die Anlage gehört privaten Besitzern, die im Nebengebäude einen Agrartourismushof betreiben und sich um ihre Ausstattung kümmern.
An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert arbeiteten entlang der Prądnik, eines Flusses von lediglich 33 Kilometern, etwa 40 Wassermühlen. Der Nationalpark Ojców wird bisweilen als Freilichtmuseum der alten Mühlen bezeichnet – es dürfte schwerfallen, in Polen ein zweites Tal mit einer solchen Anhäufung dieser Bauten zu finden.
Das Mühlenwesen an dieser Stelle ist bereits im 15. Jahrhundert belegt; der heutige Bau entstand Mitte des 19. Jahrhunderts. Erhalten hat sich die Innenausstattung, darunter Vorkriegswalzenstühle. Der Antrieb wurde vom Wasserrad auf eine Turbine umgebaut, das Wehr ersetzte man durch ein Betonwehr. Der Mühlbach, ein Arm der Prądnik, bleibt durchlässig und treibt die Anlagen weiterhin an.
Eine Straße von Ojców führt zur Mühle; in der Nähe liegt die Einsiedelei der Seligen Salomea, eine Anlage der Jahre 1677–1691, erbaut durch die Bemühungen von Pfarrer Sebastian Piskorski an der Stelle eines mittelalterlichen Klarissenklosters. Die Nonnen ließen sich hier 1260 dank der Stiftung der Herzogin Salomea, Schwester Bolesławs des Keuschen, nieder. Einige Kilometer weiter warten das Schloss Pieskowa Skała und der Hauptteil des Nationalparks Ojców.
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