Natur
Ein etwa 25 m hoher Kalksteinfels, der aus einem Felsplateau 8–12 m über dem Grund des Prądnik-Tals aufsteigt, ist die bekannteste Felsformation der Krakau-Tschenstochauer Jura: die Herkuleskeule. Sie steht im Ojców-Nationalpark, direkt neben der Burg Pieskowa Skała — Burg und Fels sind gemeinsam zum Symbol der gesamten Jurahochfläche geworden.
Die Form der Keule ist kein Zufall: Die Kalksteine der Region halten der Verwitterung unterschiedlich stand, und die Karstwirkung des Wassers formte aus ihnen eine freistehende Säule auf einem Sockel. Nach Westen hin schließt sich der Fels Fortepian an, auf dem die Burg steht — beide Formationen teilen sich dasselbe Plateau.
Der heutige Name spielt auf die Form an, doch das war nicht immer so: Der Fels hieß auch Kraks Keule, Falkenfels, Teufelsfels und Twardowski-Fels, jede Bezeichnung mit ihrer eigenen Legende. Der Gipfel wurde erstmals 1913 bestiegen — Ludwik Ziemblic und Franciszek Żurek vollbrachten die erste bestätigte Besteigung. Das Klettern ist heute verboten — der Fels liegt in einem Nationalpark.
An der Keule vorbei führt ein gelber Wanderweg von Pieskowa Skała über Sąspów und das Prądnik-Tal nach Ojców — lässt sich leicht in eine längere Wanderung einbauen. Die größte Herausforderung ist ein Foto ohne Menschen: Der Fels gehört zu den am häufigsten fotografierten in Polen, also kommen Sie am besten früh am Morgen oder außerhalb der Saison.
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