Denkmäler & Hügel
Über Radziechowy, auf dem Kamm, der das Żywiec-Becken vom Hauptkamm der Schlesischen Beskiden trennt, erhebt sich der Hügel Matyska (609 m ü. M.). Auf seinem Gipfel, der Golgota Beskidów (Kalvarienberg der Beskiden) genannt wird, steht das Millenniumskreuz, und einen Kreuzweg mit Steinskulpturen führt den Hang hinauf. Ein Ort, der lange vor allem den Einheimischen bekannt war, wird heute von Pilgern und Touristen aus der ganzen Region besucht.
Initiator der Kalvarienberganlage war Prälat Stanisław Gawlik, langjähriger Pfarrer von Radziechowy. Das Kreuz wurde Ende 2001 auf dem Gipfel aufgestellt, in den folgenden Jahren ersetzte man die provisorischen Stationen durch dauerhafte Denkmäler. Die Arbeiten wurden im September 2009 abgeschlossen; alle Skulpturen entstanden nach Entwürfen von Professor Czesław Dźwigaj, die feierliche Weihe erfolgte am 12. September 2009. Die Stationen zeigen die letzten Stunden des Lebens Christi in einer markanten, ausdrucksstarken Form.
2007 schüttete man neben dem Kreuz ein Hügelgrab mit Erde auf, die von Gedenkstätten herbeigebracht wurde, unter anderem aus Katyń und vom Grab Stanisław Pyjas'. Am Karfreitag zieht hier eine Kreuzwegprozession, die Silvesternacht endet mit einer Neujahrsmesse auf dem Gipfel.
Matyska ist auch ein Ziel für Spaziergänge ohne pilgerischen Anlass. Eine Asphaltstraße führt fast bis zum Gipfel, Parkplätze befinden sich am Fuß und nahe der Kuppe (die Strecke ist Einbahnstraße), der Aufgang dauert nur etwa eine Viertelstunde. Von oben reicht die Aussicht nahezu im Vollkreis: Auf der Beskidenseite erhebt sich Skrzyczne, im Süden sieht man die Kleinen Beskiden mit dem Żywiec-See, bei guter Sicht auch die Babia Góra.
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