Burgen
Der dreigeschossige Palais in der Zamkowa-Straße 2 ist das älteste Gebäude von Żywiec. Seine Geschichte reicht bis zu einer Festung des 15. Jahrhunderts zurück; im Laufe der Jahrhunderte wuchs es vom gotischen Wohnturm über einen Renaissance-Hof bis zum eklektischen Umbau im Historismus-Stil. Heute beherbergt es das Stadtmuseum, nur wenige Gehminuten von Altstadt und Brauerei entfernt.
Die Chronik des Długosz erwähnt die Burg um 1460, als sie den Skrzyński gehörte und von königlichen Truppen erobert wurde. 1477 wurde sie dem Erdboden gleichgemacht, der Wiederaufbau erfolgte wohl zwischen 1485 und 1500. Um 1569 begann Jan Spytek Komorowski den großen Ausbau, darunter ein arkadischer Renaissance-Innenhof nach dem Vorbild des Wawel. Im 17. Jahrhundert kam die Burg an die Wasa — König Johann II. Kasimir war 1666 oder 1669 hier zu Gast, woran eine Gedenktafel erinnert.
1808 ging das Schloss an Albrecht von Sachsen-Teschen, 1838 kauften es die Habsburger, die bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs seine Herren blieben. Nach dem Brand von 1870 wurde es nach Plänen von Karol Pietschka im Historismus umgebaut — diese Gestalt ist bis heute erhalten. 2014 verzichtete ein Zweig der Familie auf Restitutionsansprüche an den Schlössern und dem Park.
Das Schloss liegt in einer Parkanlage, die Altes und Neues Schloss verbindet. Seit 2005 beherbergt es das Stadtmuseum mit regionalen Ausstellungen. Am besten verbindet man den Rundgang mit einem Spaziergang durch den Habsburgerpark und die Altstadt — bequem ein halber Tag.
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