Denkmäler
An der Straße Mickiewicza in Kętrzyn steht eine zweigeschossige Villa im Geist der englischen Gotik — der frühere Sitz der Freimaurerloge „Drei Thore des Tempels" („Die drei Tore des Tempels"). Die Bruderschaft war hier seit dem 9. Oktober 1818 tätig, und in den Jahren 1860–1864 baute sie sich einen repräsentativen Logensitz, wie es ihn in einer kleinen masurischen Stadt selten gibt.
Das rechteckige Gebäude schmücken achtseitige Türmchen in den Ecken; östlich schließt sich ein fünfeckiger Treppenrisalit mit Zeltdach an. Die Fassaden nehmen auf die englische Gotik Bezug, die in der Villenarchitektur des 19. Jahrhunderts beliebt war. In Rastenburg — so hieß Kętrzyn bis 1946 — wirkt der Bau besonders markant.
Nach der Auflösung der Loge ging ihr Vermögen an die Stadt über. Nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergte das Gebäude ein Kulturhaus und ein Kino. 1999 wurde es grundlegend restauriert; heute sitzen hier die Arno-Holz-Gesellschaft für polnisch-deutsche Verständigung und ein Café, das sich bei einem Spaziergang durch das Zentrum lohnt.
Die Loge liegt nahe den Hauptsehenswürdigkeiten von Kętrzyn: der Ordensburg (0,3 km) sowie Stadtmauer und Georgskirche (0,2 km). Etwas weiter: das Heiligtum in Święta Lipka (12 km) und die Burgen in Reszel (15 km) und Ryn (19 km).
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