Kirchen & Klöster
Wenige Schritte vom Schloss der ermländischen Bischöfe steht die gotische Pfarrkirche St. Peter und Paul aus dem 14. Jahrhundert. Ihr 50 Meter hoher Turm dient heute als Aussichtspunkt über Stadt und Hügel des Ermlands.
Der Bau begann wohl nach 1360 mit dem Untergeschoss des Westturms. Nach der Zerstörung im Brand von 1474 brachte der Wiederaufbau einen neuen Ostgiebel und ein Sternrippengewölbe über dem Schiff, um 1500 wurde der Turm erhöht. Die Konsekration vollzog am 3. April 1580 Bischof Marcin Kromer. Der Stadtbrand von 1806 beschädigte die Kirche erneut; 1817 wurde der wiederaufgebaute Bau erneut konsekriert.
Die heutige Ausstattung stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. Den 1820–1822 gefertigten Hochaltar stiftete Józef von Hohenzollern; schufen ihn der Bildhauer Wilhelm Biereichel und der Schreiner Andrzej Thiel. Im Inneren befinden sich zwei Taufbecken: ein gotisches am Eingang und ein jüngeres von eigenwilliger Form.
Direkt daneben steht das alte Pfarrhaus, wohl von 1444 — das älteste unbefestigte Wohnhaus Reszels und älteste Pfarrhaus des Ermlands. Ignacy Krasicki, der Bruder des örtlichen Pfarrers, war hier oft zu Gast.
Der Aussichtsturm ist täglich 9:00–17:00 geöffnet; das Ticket kostet 4 PLN (ermäßigt 2 PLN). Die Kirche besichtigt man am besten mit dem Schloss (100 m); Reszel ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Święta Lipka (5 km).
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