Kirchen & Klöster
Nowa Ruda (Neurode), Niederschlesien
Die Backsteinkirche St. Nikolaus mit zwei schlanken Türmchen am Chor und einem hohen Turm ist der größte Bau im Zentrum von Nowa Ruda (Neurode). Sie ist rund 72 Meter lang und hat eine einheitliche neugotische Ausstattung bewahrt. Doch es gibt auch Älteres: ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, einen steinernen Christophorus von 1511 und eine der größten erhaltenen Orgeln von Schlag & Söhne.
Die erste, spätgotische Kirche entstand 1515 als evangelisches Gotteshaus; nach 1623 übernahmen sie die Katholiken. 1884 brannte sie ab. 1885–1887 wurde sie nach Plänen von Joseph Ebers und Joseph Elsner in der heutigen neugotischen Form wiederaufgebaut. Weitere Renovierungen folgten 1968 und 1970–1975.
Im September 1890 wurden drei Bronzeglocken in den Turm gehängt. Im Ersten Weltkrieg ersetzte man sie durch vier Stahlgussglocken, 1918 in Bochum gegossen, die bis heute dort hängen.
Die Kirche liegt im Zentrum, wenige Gehminuten vom Markt. Das Innere sehen Sie am einfachsten vor oder nach einem Gottesdienst; 20–30 Minuten genügen. Die Türme fotografieren Sie am besten von höher gelegenen Straßen oder vom Annaberg, der die ganze Stadt überblickt. In Neurode lohnt auch eine Einfahrt in das Touristische Kohlebergwerk.
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