Kirchen & Klöster
Koziegłowy, Schlesien
Die Kirche St. Maria Magdalena und Fronleichnam in der Kościelna-Straße 4 ist die ehemalige Pfarrkirche von Koziegłowy und steht östlich des Marktplatzes. Ihr größter Schatz lag jahrhundertelang unter dem Putz verborgen: 1972 stieß man zufällig auf 27 gotische Passionsszenen, einen der am vollständigsten erhaltenen Zyklen der Leidensgeschichte Christi in der polnischen spätgotischen Wandmalerei.
Die Pfarrei Koziegłowy wurde 1402 gegründet. Die gemauerte gotische Kirche entstand im 15. Jahrhundert (manche Quellen nennen 1470) und ist bis heute als Backsteinchor von etwa 12 × 9 m und ähnlicher Höhe erhalten, gestützt von Strebepfeilern. 1595 wurde ein hölzernes Langhaus angebaut, das 1679 durch ein gemauertes ersetzt wurde. Später kamen Sakristei, Westturm und die Grabkapelle der Familie Kawiecki zum heiligen Stanislaus hinzu, gestiftet von Stanisław Kawiecki, königlichem Sekretär und Starost von Koziegłowy und Siewierz. Neben der Kirche steht ein Pfarrhaus von 1802.
Die Malereien wurden rein zufällig entdeckt, und ihre Freilegung 1972 fand in den Medien großes Echo. Sie zählen zu den vollständigsten Zyklen gotischer Wandmalerei in Polen. Die Stadt selbst wurde in der Gabelung zweier Bäche, Sarni Stok und Boży Stok, angelegt, und die Kirche fügt sich in das Straßennetz um den Marktplatz.
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