Denkmäler
In Kasina Wielka in der Gemeinde Mszana Dolna, im Herzen der Inselberge (Beskid Wyspowy), steht die hölzerne Maria-Magdalena-Kirche von 1678 — eine Station des Kleinpolnischen Holzarchitekturpfads. Ihr Vorgängerbau, im 16. Jahrhundert errichtet und 1624 geweiht, bestand bis 1678, als die heutige Kirche an seine Stelle trat.
Die Kirche ist nach Osten gerichtet und einschiffig; Schiff und polygonal geschlossener Chor sind Blockbauten, während der viereckige Turm — ständerbauweise, mit Brettern verschalt — ein kleines Glockengeschoss trägt. An den Turm schmiegen sich zwei Anbauten und eine Vorhalle mit Eselsrücken-Giebel. Alles bedeckt ein Schindeldach mit kleiner Dachreiter, der Turm krönt ein zwiebelförmiger Helm mit Laterne.
Das Innere zeigt flache Decken mit Zaskrzynienia-Nischen sowie barocke Polychromie — über dem Schiff die Krönung Mariens, über der Vorhalle Szenen aus der Geschichte des Dominikanerordens. Am Kreuzbalken hängt ein Kruzifix des 17. Jahrhunderts mit Figuren Mariens und des hl. Johannes, und im Hochaltar steht eine alte Statue der Maria Magdalena. Der größte musikalische Schmuck ist die Orgel von 1835, ein Werk von Marcin Pracz Pcimski — ein seltener Fall eines so alten Instruments, das noch einer Dorfkirche dient.
Kasina Wielka liegt an der Straße und der Bahnlinie Krakau–Zakopane mit eigenem Haltepunkt, also mit dem Auto oder Zug erreichbar. Die Kirche steht auf einer kleinen Erhebung im Dorfzentrum; das Innere besichtigt man außerhalb der Messen. Verbinden Sie den Besuch mit der Besteigung der benachbarten Śnieżnica (1007 m), deren Hänge den ersten Winterschnee fangen, oder mit einem Spaziergang durch Mszana Dolna.
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