Kirchen & Klöster
Auf dem Friedhof des Stadtteils Stare Tarnowice steht die älteste erhaltene Kirche von Tarnowskie Góry — die gotische Kirche St. Martin, deren Mauern an die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert zurückgehen. Daneben erhebt sich die spätere Pfarrkirche, sodass sich hier zwei Epochen begegnen.
Die Kirche entstand als Filialkirche der Mutterpfarrei St. Nikolaus in Repty für die mittelalterliche Siedlung Tarnowice. Als Stifter gilt vermutlich der damalige Dorfherr, der Ritter Sambor de Tarnowitz. Im Jahr 1400 errichtete man den Turm mit zwei Glocken, und 1415 begründete der Krakauer Bischof Wojciech Jastrzębiec hier eine eigenständige Pfarrei. Bis ins 19. Jahrhundert diente das Gotteshaus als Pfarrkirche, dann übernahm die größere neue Martinskirche nebenan diese Rolle.
Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche durch den barocken Umbau von 1707, getragen von den Erben des nahen Schlosses in Tarnowice: den Geschwistern Wacław und Anna Felicjana Ohm-Januszewski sowie Annas Ehemann Kaspar Hunter de Grandon. Dabei vergrößerte man den Chor und baute ein Tonnengewölbe mit Stichkappen aus Ziegel, das bis heute erhaltene barocke Malereien trägt. Damals entstanden die Kapellen der heiligen Anna und des heiligen Wenzel; gegenüber steht die spätere Johannes-von-Nepomuk-Kapelle aus dem späten 18. Jahrhundert.
Die Kirche in der Niedziałkowskiego-Straße dient heute als Friedhofskapelle; am besten besuchen Sie sie außerhalb der Gottesdienste. Planen Sie 20–30 Minuten ein: Achten Sie auf die Malereien, die gotischen Mauerreste und die wertvolle Ausstattung.
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