Berge & Gipfel
Tarnowskie Góry, Schlesien
Der Schwarze-Forelle-Stollen in Tarnowitz (Tarnowskie Góry, polnisch Sztolnia Czarnego Pstrąga) ist ein 600 Meter langer Abschnitt des Tiefen Friedrich-Stollens aus dem 19. Jahrhundert, den Besucher seit 1957 mit dem Boot befahren. Der Entwässerungsstollen der einstigen Silber- und Bleibergwerke gehört zum UNESCO-Welterbe – eine stille, kühle Bootsfahrt im Lampenschein, die zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Oberschlesiens zählt und sich ideal mit dem nahen Silberbergwerk verbinden lässt.
Tarnowitz liegt in Oberschlesien, rund 30 km vom Flughafen Kattowitz-Pyrzowice (30–40 Minuten mit dem Auto). Aus Deutschland erreichst du die Region über die A4 via Görlitz, Breslau (Wrocław) und Oppeln (Opole). Der Stollen liegt im Ortsteil Repty Śląskie (Repten) im Park Repecki an der ul. Repecka. Dort gibt es einen kostenlosen Parkplatz für Autos und Busse; von hier gehst du etwa 15 Minuten durch den Park zum Schacht Sylwester, wo sich die Besucherkasse befindet. Stadtbusse (Linien 3, 153, 614, 780) fahren vom Busbahnhof Tarnowitz, Linie 135 aus Beuthen (Bytom).
Tarnowitz verdankt seinen Aufstieg dem Abbau von Silber- und Bleierzen – und das größte Problem der Bergleute war das Grubenwasser. Schon im 16. Jahrhundert trieb man Stollen vor, die das Wasser per Gefälle in die Flüsse ableiteten. Nach der Gründung der preußischen Königlichen Friedrichsgrube 1784 wurde ein tieferes System nötig. Den Tiefen Friedrich-Stollen begann man 1821 im Tal der Drama; geplant waren 4.570 m, gearbeitet wurde gleichzeitig von 14 Ortsbrüsten aus, dazu kamen 26 Schächte. Am 15. November 1834 wurde der Stollen feierlich eröffnet – die Bergleute befuhren damals den unteren Abschnitt mit Booten. Bis 1880 wuchs das Entwässerungsnetz auf fast 15 km; später lieferte es auch Wasser für die Industrie Oberschlesiens. Nach dem Ersten Weltkrieg teilte die neue Grenze den Stollen, für den 1927 in Berlin sogar ein eigenes deutsch-polnisches Abkommen geschlossen wurde.
Heimatfreunde aus Tarnowitz machten den Abschnitt zwischen den Schächten Ewa und Sylwester zugänglich; am 15. September 1957 fuhren die ersten Touristen hindurch. 2017 nahm die UNESCO das „Blei-Silber-Zink-Bergwerk Tarnowitz mit seinem unterirdischen Wassermanagementsystem“ in die Welterbeliste auf.
Start ist am Schacht Sylwester. Du steigst hinab auf die Stollensohle (die Schächte sind etwa 20–30 m tief) und fährst mit Führer im Boot rund 600 m bis zum Schacht Ewa. Der Kanal ist schmal und teils ausgemauert, das schwarze Wasser spiegelt die Lampen. Unter Tage dauert es etwa eine Stunde, mit Weg durch den Park 1,5–2 Stunden. Es herrschen ganzjährig rund 10 °C – nimm eine Jacke mit.
Einlass zur vollen Stunde, begrenzte Plätze.
Ja – unter Tage ist es im Januar genauso kühl wie im Juli, und die Boote sind weniger voll. Im Winter gibt es aber nur wenige Termine am Tag, also rechtzeitig buchen. Für Mutige bietet der Betreiber Eisbaden unter Tage (50 zł) und „Floating“, ein stilles Treiben im Boot allein durch den Stollen (140 zł für eine, 190 zł für zwei Personen).
Das Historische Silberbergwerk an der ul. Szczęść Boże ist der zweite Hauptteil des Welterbes und hat eine eigene Untertageroute. Dazu kommen der Park Repecki mit historischen Schachtgebäuden und der Marktplatz von Tarnowitz.
Wejścia o pełnych godzinach: X–XI pn–pt 11–13, sob–nd 12–15; XII pn–pt 12:00, sob–nd 12–14; I–IV pn–pt 12:00, sob–nd 12:00 i 13:00; nieczynne 1.11, 24–26.12, 31.12, 1.01, Wielkanoc.
Normalny 73 zł, ulgowy 62 zł, rodzinny 186 zł (2+1) / 248 zł (2+2); w języku obcym 105/95 zł (rezerwacja).
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026