Kirchen & Klöster
Hinter dem Marktplatz von Sewerien, unweit des Schlosses der Krakauer Bischöfe, steht die Kirche des heiligen Apostels Matthias. Ihre Anfänge reichen in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts — damals war nur der Chor gemauert, das Langhaus bestand aus Holz. Die heutige barock-klassizistische Gestalt erhielt die Kirche durch die Erweiterung von 1782 bis 1784, veranlasst von Kajetan Sołtyk, Bischof von Krakau.
Damals verlängerte man die Kirche nach Westen, errichtete die neue einschiffige Fassade mit barockem Portal sowie Vorhalle, Schatzkammer und eine Kapelle an der Südseite. Über dem Portal hängt eine hölzerne Tafel mit Rokoko-Dekor, Monogramm und Wappen des Bischofs und der Jahreszahl 1783. Im Hauptaltar sehen Sie das Bild des Patrons, des heiligen Matthias; an das Langhaus sind die Kapellen der Rosenkranzmadonna und des gekreuzigten Christus angebaut.
Die Kirche umgibt eine Mauer mit drei Toren; das schönste, dreibogige, heißt Bischofstor und wirkt von der Straße aus besonders malerisch.
Die Kirche steht an der ulica Kościuszki 12, wenige Minuten von Marktplatz und Schloss — diese drei Denkmäler besichtigt man am besten in einem Spaziergang. Der Innenraum lässt sich in einer Viertelstunde besichtigen; danach lohnt ein Ausflug zur Błędów-Wüste oder zur Burg Ogrodzieniec, die in der Nähe von Sewerien liegen.
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