Seen & Gewässer
Siewierz, Schlesien
Unter der Wasserfläche des Stausees Przeczyce liegt das überflutete Tal der Czarna Przemsza (Schwarze Przemsa) und mit ihm Reste von Feldbefestigungen aus den 1930er-Jahren und dem Zweiten Weltkrieg. Der See entstand 1963, als ein Damm den Fluss an der Stelle aufstaute, wo er die Muschelkalk-Schichtstufe durchbricht. Heute fahren Menschen aus dem Oberschlesischen Industriegebiet hierher zum Angeln, Segeln und Ausspannen am Wasser.
Der Stausee Przeczyce, auch Przeczyce-Siewierz-Stausee genannt, liegt auf dem Gebiet zweier Gemeinden: Der Ostteil gehört zu Siewierz, der Westteil zu Mierzęcice. Bei Höchststau ist er 5,1 km² groß, 4,2 km lang, bis zu 1,5 km breit und hat 13,8 km Uferlinie. Er ist flach, im Mittel 4,4 m und höchstens 9,1 m tief, und fasst rund 20,7 Mio. m³ Wasser. An seinen Ufern liegen Siewierz, Przeczyce, Boguchwałowice, Duże Chmielowskie und Tuliszów.
Der See dient dem Hochwasserschutz und sichert einen gleichmäßigen Abfluss der Czarna Przemsza unterhalb des Damms, auf den unter anderem das Heizkraftwerk in Będzin angewiesen ist. Früher wurde über eine Entnahme im Damm Wasser ins Einzugsgebiet der Brynica übergeleitet, seit Mitte der 1990er-Jahre geschieht das nicht mehr.
Im Wasser leben unter anderem Hechte, Brassen und Schleien, im See wachsen Kanadische Wasserpest, Schwimmendes Laichkraut und Gewöhnlicher Froschlöffel. Ringsum erstrecken sich die Hügel des Schlesischen Hochlands mit Wäldern und Feldern. In der Umgebung sind Reste des Befestigten Gebiets „Schlesien“ erhalten, das Polen in den 1930er-Jahren zum Schutz seiner Grenze anlegte, ein Teil davon liegt heute unter Wasser.
Eintritt frei
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