Kirchen & Klöster
Marienburg, Pommern
Die gotische Pfarrkirche der Altstadt steht direkt unterhalb der Burg an der Nogat und gehört zu den wenigen mittelalterlichen Bauten Malborks, die 1945 überstanden haben. Eine Pfarrei gibt es hier seit dem späten 13. Jahrhundert, mit dem Bau der heutigen Hallenkirche wurde 1467 begonnen. Im Inneren erwarten Sie eine steinerne Figur der hl. Elisabeth von etwa 1410, ein gotisches Taufbecken und neugotische Altäre, die den Krieg überstanden. Ein naheliegender Halt nach dem Burgbesuch.
Die erste Kirche an dieser Stelle entstand Ende des 13. Jahrhunderts, wurde aber 1457–1460 im Dreizehnjährigen Krieg zerstört. Laut Visit Malbork verdankt die Kirche ihre heutige Gestalt einem um 1468 begonnenen Wiederaufbau; andere Quellen nennen 1467 als Beginn und 1523 als Abschluss. Es entstand eine Backsteinhalle mit drei Schiffen und sechs Jochen ohne abgesetzten Chor. Das Kristallgewölbe wurde 1534 durch ein Netzgewölbe ersetzt, der Turm 1623 vollendet, und nach einem Brand 1668 verkürzte man die Kirche um ein Joch.
Im 19. Jahrhundert wurden kleine Pfarrhäuser angebaut, in der Zwischenkriegszeit Ausstattung und Glasfenster erneuert. Um 1900 war sie die einzige katholische Kirche der Stadt. 1945 stürzte der Turm ein, die einzige Glocke von 1502 schmolz zur Hälfte, Dächer und Fenster gingen verloren. Schon am 3. Mai 1945 fand hier der erste Gottesdienst statt; seit 1957 betreuen die Orionisten die Pfarrei.
Bei Arbeiten im Jahr 2007 wurde an der Ostseite ein etwa 6 Meter langes Steinfundament entdeckt, älter als die heutige Kirche. Außerdem fand man eine steinerne Schwelle, stark abgetreten von den Füßen früherer Kirchgänger. Die Stadt betont, dass St. Johannes in seiner ganzen Geschichte eine katholische Kirche war.
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