Kirchen & Klöster
Chęciny, Heiligkreuz
Die Kirche St. Bartholomäus steht am Fuß des Burgbergs und ist von den Burgmauern aus gut zu sehen. Sie ist die Pfarrkirche einer königlichen Stadt, verbunden mit Władysław Ellenlang und Kasimir dem Großen, und gehörte einige Jahrzehnte den Arianern, einer radikalen protestantischen Gruppe. 1588 ordnete der Reichstag an, die Gerichtsbücher aus der verfallenden Burg hierher zu bringen.
Die gotische Kirche entstand im 14. Jahrhundert. Stifter war wahrscheinlich Władysław Ellenlang (um 1315), vollendet hat sie sein Sohn Kasimir der Große (um 1350). Zu den späteren Bauphasen machen die Quellen unterschiedliche Angaben: Manche nennen eine Erweiterung im 15. Jahrhundert, andere einen Umbau um 1600 und eine Kuppelkapelle von 1614. In der Reformationszeit gehörte die Kirche ab 1571 den Arianern; 1603 wurde sie den Katholiken zurückgegeben und neu geweiht. 1830–1840 wurde sie gründlich restauriert.
Als die Burg an Bedeutung verlor, ordnete der Reichstag 1588 an, ihre Bücher in die Pfarrkirche zu bringen, die damit zum Archiv der einstigen Starostei wurde.
Besuchen Sie die Kirche auf dem Weg zur Burg oder zurück – vom Aussichtsturm der Burg fotografieren Sie sie vor der Stadtkulisse. Für das Innere genügen 20–30 Minuten, zugänglich ist es vor allem zu den Gottesdiensten. Einige hundert Meter entfernt liegt das von Kasimir dem Großen gestiftete Franziskanerkloster, und im Renaissancehaus Niemczówka am Markt finden Sie die Touristeninformation.
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