Kirchen & Klöster
An der Hauptstraße von Kielce nach Krakau, in Mnichów bei Jędrzejów, steht die Holzkirche St. Stephan — einer der wenigen rokoko Holzbauten Polens. Sie entstand im 18. Jahrhundert, vermutlich 1754–1770, aus Lärche auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes in Blockbauweise; das genaue Baujahr ist unbekannt.
Errichtet hat den Tempel Pfarrer Maciej Józef Łubieński, Besitzer der Güter von Mnichów — sein Porträt hängt noch heute in der Kirche, ein seltener Anblick in ländlichen Holzbauten. Die Architektur hebt sich ab durch ein einschiffiges Langhaus mit Querschiff, eine achteckige Kuppel über der Vierung und eine Westfassade mit zwei Türmen.
Das Innere bewahrt den Geist des Rokoko. Der Lärchen-Hochaltar zeigt ein Gemälde der Muttergottes mit Kind, umgeben von Votivgaben — ein Bildnis, das auf die berühmte Ikone der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom anspielt. Vor der Kirche steht ein hölzerner Glockenturm, der das Denkmalensemble am Heiligkreuzer Holzarchitekturpfad vervollständigt.
Die Kirche liegt an der Landstraße in Mnichów 72, die Anfahrt ist unproblematisch — ca. 45 Minuten von Kielce, ca. 1,5 Stunden von Krakau. Der Tempel ist montags–samstags von 7:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, sonntags von 8:00 bis 15:00 Uhr. Verbinden Sie den Besuch mit dem Freilichtmuseum in Tokarnia (9 km), der Zisterzienserabtei in Jędrzejów (8 km) und der Burg in Chęciny (13 km) — eine bequeme Schleife am Nordrand des Ponidzie.
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