Kirchen & Klöster
Zwardoń, Schlesien
Auf den ersten Blick wirkt sie wie zwei zusammengefügte Gebäude: eine kleine Backsteinkapelle mit Türmchen und ein aufragender Bau mit spitzen Dreiecksgiebeln unter rotem Blech. So erzählt die Kirche in Zwardoń die Geschichte eines Dorfes, das an der Eisenbahn entstand – und einer Pfarrei, die jahrzehntelang direkt an einer geschlossenen Grenze lebte.
Zwardoń wuchs nach der Eröffnung der Bahnlinie von Żywiec nach Čadca in den 1880er-Jahren. Zur Kirche mussten die Bewohner nach Rajcza fahren. Um 1890 beschlossen die Eisenbahner, eine eigene Kapelle zu bauen; Bahnhofsvorsteher Franciszek Herman leitete die Arbeiten. Der Grundstein wurde am 3. August 1893 gesegnet, 1896 war die gemauerte Kapelle im gotischen Stil mit einem Türmchen fertig. Bahnbedienstete und Bauern aus Zwardoń, Sól und dem slowakischen Skalité trugen dazu bei.
1906 kam ein Chor hinzu, und aus Tirol wurde ein gotischer Altar mit Marienfigur geholt. 1932 entstand eine eigenständige Seelsorgestelle, und die Kirche erhielt das Patrozinium Mariä Heimsuchung. Die Erweiterung begann 1978 – in die Wand wurde ein Grundstein aus dem Hochaltar der Franziskanerbasilika in Krakau eingemauert –, der von Stanisław Wiewióra entworfene Neubau wurde am 5. Juli 1984 geweiht.
Die Kirche steht im Ortszentrum, wenige Minuten vom Bahnhof am Pass entfernt. Für den Besuch genügen 15–20 Minuten; den Innenraum sehen Sie am leichtesten vor oder nach der Messe (sonntags um 7:30, 9:00 und 11:00 Uhr; aktuelle Zeiten auf der Website der Pfarrei). Achten Sie auf den älteren Backsteinteil mit Türmchen – die einstige Eisenbahnerkapelle.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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