Kirchen & Klöster
Oppeln
Die Franziskanerkirche in Oppeln (Opole), die gotische Dreifaltigkeitskirche an der früheren Schlossstraße (ul. Zamkowa), ist die Grablege der Oppelner Piastenherzöge und eines der wertvollsten Baudenkmäler der Stadt. In der Annakapelle, der sogenannten Piastenkapelle, stehen Herzogsgrabmäler aus dem 14. Jahrhundert, in der Gruft ist ein Wandgemälde aus der Zeit um 1320 erhalten – das älteste frühgotische Wandbild Schlesiens. Die Kirche liegt nur wenige Schritte vom Ring entfernt.
Die Franziskaner kamen im 13. Jahrhundert nach Oppeln. Kirche und Kloster entstanden ab der Mitte des 13. Jahrhunderts, nach einem Brand 1307 begann 1309 der Wiederaufbau. Weil das Piastenschloss auf der Oderinsel Pascheke (Pasieka), im Bereich Ostrówek, ganz in der Nähe lag, diente die Kirche als Schlosskirche. Vom Schloss ist nach dem Abriss 1928 nur der Piastenturm geblieben. 1516 ersetzte Herzog Johann II. der Gute die Franziskaner durch Bernhardiner, 1605 kehrten die Minderbrüder zurück. Im Schwedenkrieg 1655–1656 residierte im Kloster die Kanzlei des polnischen Königs Johann II. Kasimir.
Für Besucher aus Deutschland interessant: Von 1820 bis 1945 war die Kirche evangelisch und diente der protestantischen Gemeinde von Oppeln. Die Kirche selbst überstand den Krieg; das Haus „Zur goldenen Eins“ direkt am Mühlgraben vor der Kirche wurde zerstört, und seine Reste nutzte man 1946 beim Wiederaufbau des Klosters. Seit 1945 betreuen wieder Franziskaner die Kirche. Die heutige Orgel baute 1931 die Firma W. Sauer aus Frankfurt (Oder).
Die Annakapelle besitzt ein Sterngewölbe, im Schlussstein prangt ein goldener, gekrönter Adler auf blauem Grund – das Wappen des Herzogtums Oppeln-Ratibor. Hier stehen die Grabmäler der Herzöge Bolko I., Bolko II. und Bolko III. sowie der Herzogin Anna, entstanden 1378–1382. Das Altartriptychon zeigt die hl. Anna mit den Stifterherzögen, darunter Wladislaus von Oppeln, der auch das Kloster Jasna Góra in Tschenstochau (Częstochowa) gründete.
In der Gruft unter dem Chor ruhen acht Herzöge und fünf Herzoginnen, darunter Wladislaus von Oppeln und Elisabeth, eine Enkelin des polnischen Königs Władysław Ellenlang. An der Wand ist eine Kreuzigungsszene von etwa 1320 erhalten – Christus am Kreuz mit Maria und Johannes. Vor der Kirche steht eine barocke Figur des hl. Johannes Nepomuk aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Laut Website des Klosters (Stand: Oktober 2026) sind Kirche und Kapellen, auch die Piastenkapelle, werktags von 10:00 bis 18:30 Uhr und sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist frei. Die Gruft zeigt ein Ordensbruder: Einzelbesucher können sie montags bis freitags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr sehen, wenn sie sich mindestens drei Tage vorher an der Klosterpforte anmelden (Tel. +48 77 454 89 09, werktags vormittags). Während der Messen bitte nicht besichtigen. Plane etwa 30 Minuten ein, mit Gruft rund eine Stunde.
Die Kirche steht am Plac Wolności 2, etwa 120 Meter südlich des Rathauses am Mühlgraben; vom Bahnhof Opole Główne sind es rund 10 Minuten zu Fuß. Nach Oppeln kommst du über die A4 – von Breslau (Wrocław) in etwa einer Stunde, von Görlitz rund 260 km. In der Nähe: Ring und Rathausturm, das „Oppelner Venedig“ am Mühlgraben, die Pfennigbrücke und der Piastenturm.
Kościół i kaplice (w tym Piastowska) udostępnione w tygodniu 10:00–18:30, w niedziele 13:00–18:00; krypta pn–pt 10:00–17:00 tylko z przewodnikiem-zakonnikiem po zgłoszeniu min. 3 dni wcześniej.
Wstęp wolny
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Franziskanerkirche Oppeln (Kościół Franciszkanów w Opolu).
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026