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Żarki, Schlesien
Żarki im Krakau-Tschenstochauer Jura hat einen der lebendigsten Märkte der Region. Das Rathaus nennt ihn einen „Supermarkt unter freiem Himmel“: Jeden Samstag kommen bis zu 10.000 Kunden, die zwischen rund 500 Ständen auf 1,5 Hektar wählen. Besonders ist die Kulisse – gehandelt wird neben einer Gruppe alter Scheunen aus dem 19. Jahrhundert.
1556 verlieh König Sigismund August in Wilna der Stadt Żarki das Recht auf drei Jahrmärkte pro Jahr: zu St. Stanislaus, zu Mariä Heimsuchung und zu St. Andreas. Zugleich erhielt die Stadt das Privileg für Wochenmärkte, die dienstags stattfanden. Die ältesten Einwohner erinnerten sich nur noch an den Stanislaus-Markt, der eine Woche dauerte – vom 1. bis 8. Mai – und vor allem dem Handel mit Pferden und Schafen diente. Adelige, Kaufleute und Händler reisten an, örtlichen Überlieferungen zufolge sogar aus Italien.
Die Jahrmärkte gab es bis 1918, als das Stanislaus-Ablassfest in die neue Kirche in Myszków verlegt wurde. Den Markttag verlegten die österreichischen Besatzungsbehörden im Ersten Weltkrieg von Dienstag auf Mittwoch. Früher wurde auf dem Alten Markt vor der Pfarrkirche gehandelt, nach dem Zweiten Weltkrieg zog der Markt auf den Platz an den Scheunen.
Heute ist mittwochs und samstags Markt, wobei der Samstag deutlich voller ist. Neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Waren des täglichen Bedarfs gibt es noch lebende Tiere – Hühner, Enten, Ziegen und Kaninchen –, Pferde, für die Żarki einst bekannt war, werden allerdings seltener. Der Platz ist gepflastert, in der Nähe entstanden Gehwege und Parkplätze.
Die Kulisse bildet ein Ensemble steinerner Bauernscheunen aus der zweiten Hälfte des 19. und dem frühen 20. Jahrhundert. Der einstige große Kornspeicher der Stadt ist sogar in Szenen von Lech Majewskis Film „Die Mühle und das Kreuz“ zu sehen.
Mehrmals im Jahr findet in den Scheunen der Kupiecki Sąsiek statt, eine Schau traditioneller Produkte und Handwerkskunst. Laut Rathaus ist er am Samstag vor Palmsonntag sowie an den Samstagen der langen Wochenenden im Mai, nach Fronleichnam und nach Mariä Himmelfahrt geöffnet. Es gibt handbemalte Straußeneier, Spitzen und Schnitzereien, zum Essen geräucherten Ziegenkäse, Schmalz, saure Suppe und das örtliche Brot Tatarczuch. 2006 erhielt der Kupiecki Sąsiek ein Zertifikat der Tourismusorganisation Częstochowa als bestes touristisches Produkt.
Targ przy stodołach odbywa się w środy i soboty, przy czym w soboty jest największy; oficjalnych godzin handlu miasto nie podaje.
Eintritt frei
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