Berge & Gipfel
Międzybrodzie Bialskie, Schlesien
Die Hrobacza Łąka (amtlich Chrobacza Łąka, 828 m) gehört zu den meistbesuchten Gipfeln der Kleinen Beskiden (Beskid Mały). Sie liegt nur wenige Kilometer von Bielitz-Biala (Bielsko-Biała) entfernt. Weithin sichtbar ist das 35 Meter hohe Stahlkreuz auf dem Gipfel. Auf der Lichtung darunter steht eine Hütte, und bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur Babia Góra und zur Tatra. Wenn du eine kurze, lohnende Bergwanderung in Südpolen suchst, bist du hier richtig.
Der Gipfel liegt im Hauptkamm der Gruppe der Magurka Wilkowicka, auf der Grenze der Gemeinden Kozy und Czernichów. Er gehört zum Landschaftsschutzpark Kleine Beskiden. Bielitz-Biala erreichst du von Kattowitz (Katowice) in rund einer Stunde, von Krakau (Kraków) in etwa anderthalb Stunden. Aus Deutschland führt die Anfahrt meist über Breslau (Wrocław) und Kattowitz.
Zur Hütte selbst führt keine öffentliche Straße. Der beliebteste Ausgangspunkt ist der kostenlose Parkplatz an der Beskidzka-Straße in Kozy, etwa 20 Autominuten vom Zentrum von Bielitz-Biala. Kozy hat auch einen Bahnhof an der Strecke Bielitz–Krakau. Zu Fuß vom Bahnhof verlängert sich die Tour um gut anderthalb Stunden hin und zurück. Der zweite klassische Zugang beginnt in Żarnówka an der Staumauer Porąbka am Międzybrodzkie-Stausee.
Das Stahlkreuz ersetzt einen früheren hölzernen Vermessungsturm. Es erinnert an das zehnjährige Bestehen der Diözese Bielsko-Żywiec und wurde am 21. September 2002 von Bischof Tadeusz Rakoczy geweiht. Die Spannweite beträgt 10,5 Meter. Nachts wird das Kreuz angestrahlt, an seinem Fuß gibt es eine kleine Aussichtsplattform.
Rund 100 Meter weiter steht die Hütte. Die Geschwister Dorzak ließen sie in den 1930er-Jahren privat errichten. Seit 1991 gehört sie einer katholischen Stiftung, die sie als Touristen- und Exerzitienhaus mit Kapelle führt. Nach einem Brand am 7. Januar 2017 wird sie schrittweise wieder aufgebaut.
Zum Namen: Amtlich heißt der Gipfel „Chrobacza Łąka“, auf Wegweisern und an der Hütte steht „Hrobacza Łąka“. Gemeint ist dasselbe.
Am Gipfel treffen drei markierte Wege zusammen:
Die klassische Runde ab Kozy führt auf dem gelben Weg in etwa 45 Minuten zum Pass und in einer weiteren halben Stunde zur Hütte. Zurück geht es auf dem steileren Papstweg an einem alten Steinbruch vorbei. Rechne mit rund 2 Stunden 40 Minuten reiner Gehzeit. Die Wege sind waldig und steinig und nach Regen rutschig. Im Winter sind Stöcke und Grödel sinnvoll.
Die weiteste Sicht hast du von der Lichtung bei der Hütte. Im Süden liegen der Żar mit dem Oberbecken des Pumpspeicherwerks, das Czupel-Massiv sowie Skrzyczne und Klimczok in den Schlesischen Beskiden. Bei guter Fernsicht erscheinen Babia Góra, Pilsko und die Westtatra. Von der Plattform am Kreuz blickst du nach Norden auf Bielitz-Biala und das schlesische Flachland.
Auf dem roten Weg erreichst du über Groniczki und Gaiki den Czupel (930 m), den höchsten Gipfel der Kleinen Beskiden. In die andere Richtung steigst du zum Międzybrodzkie-Stausee und zur Standseilbahn auf den Żar ab.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026