Kirchen & Klöster
Nurzec-Stacja, Podlachien
Der Heilige Berg Grabarka (Święta Góra Grabarka) ist das wichtigste orthodoxe Heiligtum Polens – ein bewaldeter Hügel rund 12 km östlich von Siemiatycze in Podlachien, nahe der Grenze zu Belarus. Rund um die Kirche der Verklärung des Herrn stehen Tausende hölzerne Votivkreuze, die Pilger seit über 300 Jahren hierhertragen. Grabarka ist ein lebendiger Gebets- und Klosterort, keine Museumsanlage. Gerade deshalb gehört der „Berg der Kreuze“ zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten im Osten Polens.
Das Heiligtum liegt in der Gemeinde Nurzec-Stacja, etwa einen halben Kilometer vom Dorf Grabarka entfernt, inmitten der Wälder von Nurzec. Von Białystok sind es rund 90 km, von Warschau (Warszawa) etwa 170 km bzw. gut 2,5 Stunden Autofahrt. Aus Deutschland ist Grabarka nur als Teil einer längeren Ostpolen-Reise sinnvoll, etwa in Kombination mit dem Białowieża-Urwald. Ab Siemiatycze folgst du der Landstraße Richtung Hajnówka und Białowieża.
Auch mit der Bahn ist die Anreise möglich: Das Kloster empfiehlt den Haltepunkt Sycze an der Regionalstrecke zwischen Siedlce und Hajnówka, von dort sind es wenige Gehminuten. Züge fahren selten – prüfe den Fahrplan genau.
Wie alt die religiöse Nutzung des Hügels ist, weiß niemand. Berühmt wurde Grabarka im Jahr 1710, als in Podlachien die Cholera wütete. Der Überlieferung nach erfuhr ein alter Mann im Traum, dass auf dem nahen Hügel Rettung zu finden sei. Die Menschen kamen mit Kreuzen, beteten, wuschen sich und tranken aus einer Quelle; die Pfarrchronik von Siemiatycze spricht von etwa 10.000 Geretteten. Zum Dank entstand eine hölzerne Kapelle der Verklärung des Herrn, für die 1717 bereits Gottesdienste genehmigt wurden.
In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli 1990 wurde die Kirche in Brand gesteckt und brannte vollständig nieder; nur ein Evangeliar und zwei Ikonen blieben erhalten. Der Neubau entstand in der früheren Form, nun gemauert und mit Holz verkleidet, und wurde am 17. Mai 1998 geweiht. Seit 1947 besteht auf dem Berg das orthodoxe Frauenkloster der Heiligen Martha und Maria, dessen Schwestern das Heiligtum betreuen.
Für Hügel, Kirchen und Quelle reichen 1 bis 1,5 Stunden.
Höhepunkt des Jahres ist das Fest der Verklärung des Herrn, nach dem julianischen Kalender am 18. und 19. August. Fußpilgergruppen kommen aus ganz Polen, die älteste seit 1986 aus Białystok; Ende der 1980er-Jahre nahmen Zehntausende teil. Als Tourist planst du besser einen anderen Termin – 2026 empfing das Kloster vom 16. bis 20. August keine Besuchergruppen.
Das Kloster nennt als ungefähre Besuchszeiten: werktags 10–16 Uhr, samstags 11–16 Uhr, sonn- und feiertags 13–16 Uhr; läuft gerade ein Gottesdienst, musst du warten. Im Herbst und Winter gibt es keinen festen Besucherdienst – aktuelle Hinweise hängen an der Tür des Andenkenladens (Stand: Oktober 2026). Der Eintritt ist frei. Gruppen melden sich vorher telefonisch an: +48 507 761 241.
Wichtig für deinen Besuch:
Wer sich für die orthodoxe Kultur Ostpolens interessiert, sollte Grabarka unbedingt sehen. Das Gelände ist hügelig, mit Waldwegen und Treppen – mit Rollstuhl oder Kinderwagen wird es mühsam. Verbinde den Besuch mit dem Urwald von Białowieża (UNESCO-Welterbe), etwa 1 bis 1,5 Stunden nördlich, oder mit Mielnik am Bug. Für kleine Einkäufe im Klosterladen ist etwas Bargeld in Złoty (PLN) praktisch.
Zwiedzanie orientacyjnie: pn–pt 10:00–16:00, sob. 11:00–16:00, niedz. i święta 13:00–16:00 (poza nabożeństwami); jesienią i zimą brak stałych dyżurów — aktualne informacje na drzwiach sklepiku; w czasie święta Przemienienia (ok. 16–20 sierpnia) zwiedzający nie są obsługiwani.
Wstęp wolny
Klasztor Prawosławny Św. Marty i Marii na Św. Górze Grabarce, 17-330 Nurzec-Stacja
Route planenPrüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Grabarka.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026