Kirchen & Klöster
Der Heilige Berg Grabarka, auch Berg der Kreuze genannt, ist das wichtigste orthodoxe Heiligtum Polens. Er liegt etwa 12 km östlich von Siemiatycze in den Wäldern Podlachiens. Tausende von Pilgern gebrachte Votivkreuze bedecken die Hänge. Dies ist ein Ort des Gebets, daher Ruhe und Respekt wahren.
Grabarka wurde 1710 bekannt, als Menschen während einer Choleraepidemie mit Kreuzen auf den Hügel kamen und um Rettung beteten. Der Überlieferung nach half die Quelle den Kranken. Im selben Jahr entstand eine hölzerne Kapelle. Die Kirche brannte 1990 ab, 1998 wurde eine neue Holzkirche geweiht. Die wundersame Rettung gehört zur Pilgertradition.
Das wichtigste Bild ist der mit Kreuzen verschiedener Größe bedeckte Hang rund um die Kirche. Pilger bringen sie als Votivgaben und Zeichen des Gebets, einer Bitte oder des Dankes. Das Heiligtum wird von Schwestern des orthodoxen Frauenklosters der Heiligen Martha und Maria betreut, das seit 1947 auf Grabarka besteht. Am Fuß liegt eine Quelle, die mit der Tradition verbunden ist.
Grabarka wird ganzjährig besucht; die größten Feierlichkeiten finden am 18. und 19. August statt. Das Heiligtum erreicht man über die Straße von Siemiatycze. Vor der Reise Besuchsregeln, Parkplatz und Gottesdienstprogramm prüfen. Ruhe bewahren, Anweisungen beachten und fremde Kreuze nicht berühren. Den Besuch mit weiteren orthodoxen Kulturstätten verbinden.
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