Kirchen & Klöster
Die ehemalige Synagoge in Siemiatycze, ul. Zaszkolna 1, ist ein Zeugnis jüdischer Geschichte. Der klassizistische Bau entstand 1797 nach einem Entwurf von Szymon Bogumił Zug. Seine Entstehung ist mit Fürstin Anna Jabłonowska verbunden: Nach dem Umbau von Siemiatycze und einem Streit um den jüdischen Friedhof sollte die Synagoge der örtlichen Gemeinde als Entschädigung dienen. Heute ist sie kein Gotteshaus mehr; im Gebäude befindet sich die Galerie SOK.
Der zweigeschossige Bau besitzt einen Hauptraum im Osten und Galerien an drei Seiten. Ausstattung und Malereien sind nicht erhalten; die Wandfresken wurden bei der Renovierung 1961–1964 übermalt, als das Gebäude als Kulturhaus diente. Nebenan steht das ehemalige Talmudhaus von 1893, heute eine Schule.
1824 wurde die Synagoge durch einen Brand beschädigt. Während der deutschen Besatzung diente sie als Lager, und 1944 wurde die Ausstattung zerstört. Nach dem Krieg erhielt das Gebäude eine kulturelle Nutzung. Heute veranstaltet die Galerie SOK dort Ausstellungen und Events. Prüfe vor dem Besuch, was gerade zu sehen ist.
Der Innenraum kann während der Öffnungszeiten der Galerie SOK besichtigt werden; die Zeiten sind saisonal und können sich bei Veranstaltungen ändern. Aktuelle Öffnungszeiten und Ausstellungen sollte man vor der Anreise auf der Website des Kulturzentrums Siemiatycze prüfen. Die Synagoge lässt sich gut mit einem Spaziergang auf den Spuren der jüdischen Geschichte und einem Besuch des jüdischen Friedhofs verbinden.
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