Kirchen & Klöster
Tylicz, Kleinpolen
Die dunkelrote Holzkirche mit drei Zwiebelhauben steht seit 1743 auf dem Friedhof von Tylicz. Es ist eine lemkische Kirche mit ungewöhnlichem Grundriss – zwei seitliche Kapellen am Schiff, wie es sie in der Region sonst nur in Milik gibt. Im Inneren wartet eine Ikonostase aus dem 18. Jahrhundert, deren Ikonen der Kirchenpatrone höher sind als die Königstür.
Eine Kirche gab es in Tylicz schon Ende des 16. Jahrhunderts. Die heutige entstand 1743, ihre Gestalt erhielt sie beim Umbau 1780, als wohl Seitenkapellen und Turm hinzukamen. Weitere Arbeiten folgten 1889, um 1930 und 1938, als das Innere zum 950. Jahrestag der Taufe der Kiewer Rus ausgemalt wurde. Bis 1947 war sie griechisch-katholisch; danach übernahm sie die römisch-katholische Kirche, heute dient sie als Friedhofskapelle der Pfarrei St. Peter und Paul. Seit 1964 steht sie unter Denkmalschutz und liegt an der kleinpolnischen Route der Holzarchitektur.
In den 1980er-Jahren entwendeten Unbekannte mehrere Ikonen aus der Ikonostase. Die fehlenden Bilder wurden nach 2001 ergänzt.
Die Kirche steht auf dem Friedhof, einige hundert Meter von der Holzkirche St. Peter und Paul. Von außen können Sie sie das ganze Jahr sehen; wegen eines Besuchs im Inneren fragen Sie am besten in der Pfarrei. Die schönste Ansicht der drei Hauben bietet sich vom Friedhofstor. Planen Sie 20–30 Minuten ein.
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