Kirchen & Klöster
Krzeszów, Niederschlesien
Die Basilika Mariä Himmelfahrt in Grüssau (Krzeszów) ist das Herzstück der ehemaligen Zisterzienserabtei, die gern als „Europäische Perle des Barock" bezeichnet wird. In einem Dorf am Fuß der Sudeten, nahe Landeshut (Kamienna Góra), steht eines der prächtigsten Barockensembles Mitteleuropas: die doppeltürmige Abteikirche, die freskengeschmückte Josephskirche und das Mausoleum der Schweidnitz-Jauerschen Piasten. Die Anlage ist ein polnisches Geschichtsdenkmal und Kandidatin für das UNESCO-Welterbe.
Grüssau liegt in Niederschlesien, etwa 7 km von Landeshut und rund 100 km südwestlich von Breslau (Wrocław). Aus Deutschland fährst du am besten über Görlitz und Hirschberg (Jelenia Góra); die tschechische Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt, sodass sich ein Abstecher ins Riesengebirge anbietet. Mit dem Auto ist die Anreise am einfachsten – öffentliche Verkehrsmittel führen bis Landeshut, Busse nach Grüssau verkehren nur selten.
1242 gründete Herzogin Anna, die Witwe Heinrichs des Frommen, hier ein Benediktinerkloster. 1292 holte Herzog Bolko I. Zisterzienser aus Heinrichau (Henryków) und machte Grüssau zur Grablege seines Hauses. Die Blütezeit begann nach 1660 unter Abt Bernhard Rosa.
Die heutige Abteikirche entstand in Rekordzeit: Grundsteinlegung am 6. März 1728, Weihe im Juli 1735. Mitgewirkt haben der Prager Bildhauer Ferdinand Maximilian Brokoff, der Freskenmaler Georg Wilhelm Neunhertz und Peter Brandl mit dem Hochaltarbild; der Architekt ist nicht sicher belegt.
1810 hob Preußen das Kloster auf, der Verfall setzte ein. Von 1919 bis 1946 lebten hier Benediktiner aus dem Prager Emauskloster. Im Zweiten Weltkrieg lagerten in Grüssau Bestände der Preußischen Staatsbibliothek Berlin, die heute in der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau aufbewahrt werden. 1946 kamen Benediktinerinnen aus Lemberg. Seit 2004 ist die Anlage ein Geschichtsdenkmal (Pomnik Historii) – die höchste nationale Denkmalkategorie Polens.
Stand: Oktober 2026, laut Abtei:
Unbedingt – Grüssau braucht den Vergleich mit Prag oder Wien nicht zu scheuen, ist aber viel ruhiger. Plane 2–3 Stunden ein, mit Mittagessen im Klosterrestaurant „Stara Wozownia" und einem Spaziergang zum Kalvarienberg einen halben Tag. Im Winter sind die Kirchen kalt, Schnee ist im Tal häufig und es wird früh dunkel – komm am besten vormittags.
Wer länger bleiben möchte, kann direkt in der Abtei übernachten; Zimmer, Tische im Restaurant und Führungen reserviert das Besucherbüro am Johannes-Paul-II.-Platz 3 (Tel. +48 75 742 32 79, biuro@opactwo.eu). Rund um die Klosterkirche lohnt ein Rundgang zur St.-Anna-Kirche, zum Sommerpavillon auf dem Wasser und zu den Kapellen des Kalvarienbergs.
In der Umgebung warten Schömberg (Chełmsko Śląskie) mit seinen historischen Weberhäusern, die Burg in Bolkenhain (Bolków) und – eine knappe Stunde entfernt – das Riesengebirge mit der Schneekoppe (Śnieżka). Für Familien eignet sich besonders die Orgelpräsentation im Sommer: Dabei geht es mit dem Organisten ins Innere des Instruments – ein Erlebnis, das auch Kinder fesselt.
Trasa turystyczna 1.05–15.10 8:00–18:00, 16.10–30.04 8:00–16:00 (kasa/Biuro Obsługi od 9:00; do 20.10 do 18:00, od 21.10 do 16:00); zwiedzanie wstrzymane podczas mszy; wieża tylko w weekendy VII–VIII.
Trasa turystyczna: normalny 30 zł, ulgowy 25 zł, dziecięcy 20 zł, dzieci do 6 lat bezpłatnie (audioprzewodnik w cenie); „Dotknij Englera” 15 zł (VII–VIII), przewodnik PL 150 zł, EN/DE/CZ 300 zł od grupy.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026