Landschaftsparks
Soblówka, Schlesien
Auf dem Gipfel des Pilsko (1.557 m) wachsen Latschenkiefern, und manche Forscher sehen hier Spuren einstiger Gletscher. Rund um ihn erstreckt sich der Landschaftspark Żywiec, nach Angaben seiner Verwaltung der älteste Landschaftspark der polnischen Karpaten. Er schützt die höchsten Lagen der Saybuscher Beskiden an der Grenze zur Slowakei: Almen mit Aussicht, alte Tannenwälder und Rückzugsgebiete von Braunbär, Wolf und Luchs.
Gegründet wurde der Park am 13. März 1986 per Beschluss des damaligen Woiwodschaftsrats in Bielsko-Biała; seit 1998 gehört er zum Verband der Landschaftsparks der Woiwodschaft Schlesien. Er umfasst 358,7 km², dazu kommt eine Pufferzone von 217,9 km². Zu ihm gehören die gesamte Gemeinde Ujsoły sowie Teile von Jeleśnia, Milówka, Radziechowy-Wieprz, Rajcza, Świnna und Węgierska Górka. Im Osten reicht er bis Jeleśnia im Koszarawa-Tal, im Westen bis zur Waldgrenze über dem Tal der Soła.
Der Park liegt in vier Vegetationsstufen; gezählt wurden über 1.000 Arten von Gefäßpflanzen, darunter Türkenbundlilie, Silberdistel und Berg-Alpenglöckchen. Hier leben Braunbär, Wolf und Luchs, und unter den 106 Brutvogelarten sind Auerhuhn, Birkhuhn und Uhu. In Sopotnia Wielka gibt es einen 10 Meter hohen Wasserfall, der als größter der Beskiden gilt, sowie die längste Höhle des Parks mit 101 m.
Im Park liegen zehn Naturschutzgebiete. Drei sollten Sie kennen: Romanka mit dem – nach Babia Góra und Pilsko – am besten erhaltenen Altbestand des oberen Bergwalds, etwa 250 Jahre alt; Lipowska mit Mooren und kleinen Tümpeln; und Pilsko, das an ein gleichnamiges slowakisches Schutzgebiet grenzt.
Der Eintritt in den Park ist frei. Ein Abschnitt des Beskiden-Hauptwanderwegs führt hindurch, gute Stützpunkte sind die PTTK-Hütten unter anderem in Zwardoń, auf der Wielka Racza, auf dem Przegibek und auf der Hala Miziowa unterhalb des Pilsko. Im Winter zieht es Skifahrer nach Korbielów und an den Pilsko. Für eine Wanderung auf eine der Almen sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen. Viele Wege verlaufen entlang der Grenze: Auf slowakischer Seite liegen die Landschaftsschutzgebiete Kysuce und Horná Orava, wo in den strengeren Zonen unter anderem das Verlassen markierter Wege, Zelten, offenes Feuer und freilaufende Hunde verboten sind.
Eintritt frei
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