Natur
In Jankowice bei Pszczyna, mitten in den Plesser Wäldern, betreibt das Zentrum für Bisonzucht und Waldpädagogik ein kostenlos zugängliches Schaugehege. Auf 10 Hektar – vorn eine Weide, hinten Wald – lebt eine Herde von 7 Bisons, weitere rund 40 leben in Halbfreiheit tiefer in den umliegenden Wäldern.
1865 kamen die Bisons hierher: Fürst Jan Henryk XI Hochberg tauschte bei Zar Alexander II zwanzig Plesser Hirsche gegen vier Tiere aus dem Białowieża-Wald ein. Die Zucht war so erfolgreich, dass die Plesser Bisons nach dem Ersten Weltkrieg halfen, den fast völlig ausgerotteten Bestand in Białowieża wieder aufzubauen. Das Gehege in Jankowice blieb dagegen vom Zweiten Weltkrieg an für Touristen geschlossen.
Gehege und angrenzenden Wald erschließt ein rund 2 km langer Lehrpfad in Schleifenform, großteils auf Bohlenwegen; das Durchgehen dauert etwa 30 Minuten. Entlang der Strecke stehen Informationstafeln und Bänke, an der Weide bietet ein Unterstand Schutz bei schlechtem Wetter. Am häufigsten sieht man die Bisons am Morgen auf der Weide. Im alten Försterhaus wurde ein Multimediaraum eingerichtet, das Zentrum ist die erste Ökologische Bildungsstätte im Süden Polens.
Der Eintritt ist frei, am vorderen Weidegelände gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Mai–September: Di–Fr 10–17 Uhr, Sa–So 10–20 Uhr; Oktober–April: Di–Fr 10–16 Uhr, Sa–So 10–17 Uhr. Montags geschlossen.
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