Märkte & Altstädte
Ein weitläufiger Platz des mittelalterlichen Stadtgefüges, gesäumt von sorgfältig restaurierten Bürgerhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In der Nordzeile steht das neurenaissance Rathaus — seit drei Jahrhunderten Sitz der Stadtbehörden — und das Kurfürstentor führt von hier direkt zum Schloss.
Die Geschichte des Rathauses beginnt 1716, als die Stadt ein Bürgerhaus zu ihrem Sitz kaufte — bezahlt wurden 110 Rheinische Gulden. Das Gebäude wurde vermutlich 1658 errichtet und überstand die Stadtbrände von 1679 und 1748. 1738 ergänzte man es auf Kosten der katholischen Pfarrei um einen Uhrturm, 1861 wurde es erweitert, und seine heutige Neurenaissance-Gestalt erhielt es nach einem gründlichen Umbau 1931.
Die Grenzen der Altstadt markieren die Straßen Warowna, Piwowarska und Basztowa. Am Markt stehen die an das Rathaus anschließende evangelische Kirche sowie die katholische Allerheiligenkirche; auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes hat sich die ehemalige Weinstube „Frykówka“ erhalten. Die Fußgängerstraße Piastowska führt zum Bahnhof, an ihrer Mündung liegt das Schlesische Presse-Museum. Den Platz schmücken Kleindenkmäler und sorgfältig geschnittene Platanen.
Pszczyna erhielt das Stadtrecht 1303 oder bereits in den Jahren 1246–1281; der erste namentlich bekannte Bürgermeister war Marcin Zatorski, der sein Amt in den Jahren 1466–1469 bekleidete. Schloss und Park liegen nur wenige Gehminuten vom Markt, sodass der Platz ein guter Ausgangspunkt für die Stadtbesichtigung ist.
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