Kirchen & Klöster
An der Straße św. Anny in Goczałkowice-Zdrój — einem erholungsfreundlichen Dorf in Oberschlesien, im Kreis Pszczyna — steht die gemauerte Annakirche von 1883. Sie entstand aller Wahrscheinlichkeit nach an der Stelle eines früheren Holztempels, und ihr schlichter Baukörper ist seit fast eineinhalb Jahrhunderten ein erkennbarer Punkt des Ortes.
Der Bau begann auf einem Feld zwischen den heutigen Straßen Szkolna und Bór. Der örtlichen Sage nach wanderten die Baumaterialien nachts geheimnisvoll zu einer etwa einen Kilometer entfernten Stelle, die sich von der von den Baumeistern gewählten unterschied. Als sich das Phänomen Nacht für Nacht wiederholte, sah man darin ein Zeichen vom Himmel und errichtete die Kirche genau dort, wo — so die Legende — Ziegel und Balken „wollten". Die Geschichte der nachts wandernden Materialien gehört zu den charakteristischsten Erzählungen der Gemeinde und taucht bis heute bei Besuchen der Kirche auf.
Von der Kirche sind es nur kurze Wege zu den Hauptattraktionen: die Schaugärten Kapias liegen 0,4 km entfernt, das Ufer des Goczałkowice-Stausees 1,6 km und das Schloss in Pszczyna 3,9 km. Goczałkowice-Zdrój hat seinen Kurortcharakter bewahrt — ein Spaziergang zur Kirche lässt sich gut mit dem Besuch des hiesigen Kurparks und der Georgskirche verbinden.
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