Burgen
Der steinerne Turm von 1352 über der Schleife der Korzkiewka ist der Kern der Burg Korzkiew, einer Wehranlage der Adlerhorste im Krakau-Tschenstochauer Jura. Nach Jahrzehnten als Ruine baut der Architekt Jerzy Donimirski die Burg seit 1997 wieder auf. Heute überragt ein Torturm den Hof mit hölzernen Arkaden, und in den restaurierten Mauern arbeitet ein kleines Hotel.
1352 kaufte der Krakauer Richter Jan de Syrokomla den Hügel und errichtete einen unterkellerten Wohn- und Wehrturm mit 9,5 mal 12 Metern Grundfläche und bis zu 2,5 Meter dicken Mauern. Sein Enkel Zaklika Korzkiewski führte die Banner Nr. 47 in der Schlacht bei Grunwald. Später wechselte die Burg oft den Besitzer — 1545 verkaufte man sie für 5.500 Florene an Piotr Zborowski, und nach dem Umbau um 1720 logierte hier König August III. von Sachsen. 1805 hörte die Burg auf, Sitz der Erben zu sein, Ende des 19. Jahrhunderts diente sie als Speicher und verfiel.
Seit 1997 gehören die Ruinen dem Architekten Jerzy Donimirski, der die Anlage Etappe für Etappe rekonstruiert. Über den Resten einer viereckigen Bastion aus dem 15. Jahrhundert entstand der Torturm — heute die dominante Zierde des Ensembles — und Flügel mit hölzernen Arkaden schließen den Hof ein.
Korzkiew liegt in der Gemeinde Zielonki nördlich von Krakau und lässt sich gut mit einem eintägigen Ausflug entlang der Adlerhorste nach Ojców und Pieskowa Skała verbinden. Die Burg dient als Hotel, daher kann der Zugang zum Inneren eingeschränkt sein — Hof und Silhouette wirken von außen am eindrucksvollsten. Vor dem Besuch lohnt es sich, die verfügbaren Besichtigungsmöglichkeiten zu prüfen.
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