Kirchen & Klöster
Die St.-Ägidius-Kirche in Giebułtów ist eine spätrenaissancezeitliche Kirche wenige Kilometer nordwestlich von Krakau im Prądnik-Tal. Hier trifft eine mittelalterliche Überlieferung auf einen gut erhaltenen Bau vom Beginn des 17. Jahrhunderts.
Einer von Jan Długosz aufgezeichneten alten Überlieferung zufolge stiftete Władysław Herman die erste Ägidiuskirche als Votivgabe für die Geburt seines Sohnes. Diese Erzählung ist als Legende zu verstehen. Sicherer belegt ist die Pfarrei seit dem frühen 14. Jahrhundert; die heutige Kirche entstand 1600–1604. Bei der Frage nach dem Stifter unterscheiden sich die Forschungsthesen, daher wird die Bauherrschaft nicht unkritisch einer einzigen Person zugeschrieben.
Die Kirche verbindet spätrenaissancezeitliche Details mit gotisierenden Formen. Sehenswert sind die Steinportale, die Wappen an der Fassade, Wandmalereien vom Beginn des 17. Jahrhunderts und das Bild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau im Hochaltar, das Konservatoren für wahrscheinlich die älteste Kopie des Gnadenbildes halten. Im Schiff befindet sich außerdem eine spätgotische Grabplatte des Ehepaars Oraczkowski um 1477 oder vom Ende des 15. Jahrhunderts.
Die Kirche steht in der św.-Idziego-Straße 2 in Giebułtów. Sie ist eine aktive Pfarrkirche; den Innenbesuch außerhalb der Gottesdienste planen und aktuelle Hinweise auf der Pfarrseite prüfen. Die Kirche lässt sich gut mit einem Ausflug ins Prądnik-Tal, in den Nationalpark Ojców und zu weiteren Denkmälern nördlich von Krakau verbinden; für Kirche und kurzen Spaziergang 30–45 Minuten einplanen.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von St.-Ägidius-Kirche in Giebułtów.
Unterkünfte auf Booking.com ansehenAffiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.