Berge & Gipfel
gmina Mirsk, Niederschlesien
Der höchste Gipfel des Isergebirges hat weder Aussichtsturm noch Baude – dafür eine sanfte, waldlose Kuppe mit Bergwiesen, die deutlich zeigt, was in den 1980er-Jahren mit den Wäldern der Sudeten geschah. Die Wysoka Kopa (deutsch Hinterberg; 1126 m, neuere Messungen ergeben 1127,6 m) erhebt sich auf dem Hohen Iserkamm, etwa 2,6 km südwestlich des Passes Rozdroże Izerskie. Sie ist ein Ziel für alle, die einen Gipfel der Krone der polnischen Berge ohne Gedränge besteigen möchten.
Die Kuppe besteht aus Granit, Gneis und Schiefer. Der Wald, der sie einst bedeckte, verschwand mit der Umweltkatastrophe der 1980er-Jahre, als Luftverschmutzung die Fichtenwälder in den gesamten Westsudeten zerstörte. Heute wachsen auf dem Gipfel subalpine Wiesen mit bemerkenswerten Pflanzen wie Echter Engelwurz, Hallers Schaumkresse und Narzissenblütigem Windröschen. Der Gipfel liegt sehr oft in den Wolken, und Schnee hält sich hier meist bis Anfang Mai. Am Nordosthang entspringen Quellbäche des Queis (Kwisa).
Eine beliebte Runde beginnt am Rozdroże Izerskie mit großem, kostenlosem Parkplatz: auf dem grünen Weg bergauf (die ersten 1,5 km sind recht steil), auf dem rot markierten Sudeten-Hauptwanderweg am Quarzbruch „Stanisław“ vorbei und weiter über die Sine Skałki, zurück auf dem gelben Weg. Die Runde ist etwa 15 km lang und dauert 4,5–5 Stunden. Der Gipfel selbst liegt wenige Minuten abseits des markierten Weges an einem ausgetretenen Pfad – beachten Sie vor Ort aber die Naturschutzschilder und betreten Sie das Gelände nicht, falls es gesperrt ist. Nehmen Sie auch im Sommer eine winddichte Jacke mit und brechen Sie bei Nebel nicht ohne Karte auf dem Handy auf.
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