Berge & Gipfel
Tarnica (1346 m ü. M.) ist der höchste Gipfel der polnischen Bieszczady und der Woiwodschaft Karpatenvorland. Sie erhebt sich mehr als 500 m über das Tal der Wołosatka, und ihr Doppelgrat mit den Gipfeln 1346 und 1339 m wird von einer 1286 m hohen Scharte unterbrochen. Der Name stammt vom rumänischen Wort „tarnița” für Sattel. Der Berg gehört zur Korona Gór Polski, der „Krone der Berge Polens”.
Der kürzeste Weg folgt dem blauen Wanderweg von Wołosate: rund 2 Stunden bis zur Scharte Przełęcz pod Tarnicą, dann 15 Minuten auf dem gelben Zustieg zum Gipfel. Die längere, aber aussichtsreichere Variante ist der rote Hauptbeskidenweg von Ustrzyki Górne über die grasigen Bergmatten des Szeroki Wierch — 3 Stunden bis zur Scharte. Das Gebiet liegt im Nationalpark Bieszczady, Eintrittskarten sind erforderlich.
Vom Gipfel bietet sich die schönste Rundsicht in den polnischen Bieszczady. An klaren Tagen erkennen Sie die Tatra, die Gorgany oder den ukrainischen Świdowiec, bei besonders guter Fernsicht sogar den Pietrosul Rodnei in Rumänien.
Das stählerne Gipfelkreuz (ca. 8,5 m, ca. 500 kg) stammt aus dem Jahr 2000 und erinnert an den Besuch von Pfarrer Karol Wojtyła, dem späteren Papst Johannes Paul II., am 5. August 1953. Das erste, 7 m hohe Kreuz wurde 1987 errichtet, brach aber im Frühjahr 2000; das neue weihte am 16. September Bischof Adam Dyczkowski. Pilger trugen die gesamte Konstruktion in Teilen hinauf.
Für die Rundwanderung ab Wołosate planen Sie etwa 3,5 Stunden reine Gehzeit (Abstieg ca. 1:10 Std.). Großteile des Wegs sind offen — bei Hitze Wasser mitnehmen und nach Regen mit rutschigem Untergrund rechnen. Wenige Meter unterhalb des Gipfels wurde 2008 der Eingang zur Höhle Jaskinia w Tarnicy aus Sicherheitsgründen verschlossen.
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