Historische Orte
Ein städtischer Erinnerungspfad mit sechs Stationen führt von der Koziegłowska-Straße zum Alten Ring in Żarki und erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinschaft der Stadt, die diesen Ort in der Krakau-Tschenstochauer Jura über Jahrhunderte mitprägte. Ein Spaziergang mit dem Lesen der Tafeln — auf Polnisch und Englisch beschriftet — dauert etwa 1,5 Stunden; der Pfad ist rund um die Uhr zugänglich.
Das wichtigste Objekt ist die Synagoge in der Moniuszki-Straße — ein gemauertes Bethaus von etwa 1870, das dritte der Stadtgeschichte und das einzige freistehende, das erhalten blieb. Im neoromanisch-maurischen Stil errichtet, dient sie nach gründlicher Restaurierung in den Jahren 2009–2011 als Kulturhaus. Zweite Station ist der Friedhof auf dem Kierków, angelegt 1821 — einer der größten jüdischen Friedhöfe der Jura mit rund 700 erhaltenen Mazewot. Vom älteren Friedhof in der Górki-Straße blieb nur eine leere Fläche.
An der Częstochowska-Straße 49 verbarg die Familie Płaczek während der Besatzung die jüdische Familie Zborowski — darunter Eli Zborowski, später Vorsitzender der American and International Societies for Yad Vashem. Die Płaczeks erhielten den Titel Gerechte unter den Völkern.
Die Schluss-Tafeln berichten vom Völkermord: Am 4. September 1939 erschossen die Deutschen in Żarki 102 Menschen, überwiegend Juden; im Februar 1941 richteten sie ein Ghetto am Alten Ring ein, in dem mehr als 3.000 Menschen eingesperrt wurden. Am 6. Oktober 1942 erschoss man etwa 300 von ihnen, die übrigen wurden nach Treblinka deportiert.
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