Natur
Nordwestlich von Białowieża, zwischen Pogorzelce und Teremiski, führt ein Holzbohlenweg durch das Revier Stara Białowieża — dorthin, wo vor Jahrhunderten die erste Siedlung namens Białowieża stand. Dies ist der Weg der Königseichen und Litauischen Fürsten: ein rund 500 Meter langer Bildungspfad unter monumentalen Eichen im Alter von 150 bis 500 Jahren.
Die jahrhundertealten Eichen tragen die Namen von Monarchen, die zur Jagd in den Białowieża-Urwald kamen: Hier stehen Eichen zu Ehren von Witold, Trojden, Gediminas, Leszek dem Weißen, Kasimir dem Großen, Bona Sforza, Władysław Jagiełło, Stephan Báthory, Sigismund August und Johann Kasimir sowie die Eiche der Barbara Radziwiłłówna. An jedem Baum stehen Tafeln mit Namen, Alter und Größe sowie kurzen Informationen über den Herrscher — der Spaziergang wird zur Geschichtsstunde Polens und Litauens vom 12. bis zum 18. Jahrhundert.
Der Pfad wurde 1978 angelegt und 2008 modernisiert: Heute verläuft er auf einem Holzbohlenweg, der auf die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität ausgerichtet ist, und wurde mit Informationstafeln versehen. Der Weg liegt am Bahnhof der Schmalspurbahn, entlang des gelben Wanderwegs Białowieża–Narewka, im Waldkomplex des Reviers Stara Białowieża.
Der Pfad ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Ein Besuch lässt sich bequem mit einer Fahrt mit der Schmalspurbahn ab Białowieża verbinden; nach dem Spaziergang lohnen sich der Bison-Schaureservat und der Schlosspark — beide liegen weniger als 3 Kilometer vom Anfang des Pfades entfernt.
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