Natur
Der Podlasischer Störchenweg ist eine Radroute von 412,5 km, die 2002 durch die Brutgebiete des Weißstorchs angelegt wurde. Sie verbindet vier Nationalparks – Białowieża, Narew, Biebrza und Wigry – und gehört zum internationalen Netzwerk Greenways.
Der Weg beginnt in Białowieża, führt durch Narewka, das Tal der Oberen Narew (Suraż, Kurowo), Tykocin und Pentowo, dann entlang der Biebrza über Osowiec-Twierdza und Goniądz bis zur Augustówer Heide, nach Wigry und zu den Aquäduktbrücken in Stańczyki. Informationstafeln unterwegs erklären das Leben der Störche und die Sehenswürdigkeiten der Region; die Route führt unter anderem an dem Steg Waniewo-Śliwno über die Narew und der Großen Synagoge in Tykocin vorbei.
Bei Tykocin liegt Pentowo – das einzige Europäische Storchedorf Polens, ausgewählt von einer deutschen Stiftung unter rund einem Dutzend Orten in ganz Europa. Dutzende Paare nisten beim historischen Holzherrenhaus der Familie Toczyłowski, und ein Aussichtsturm wartet auf Beobachter. Kein Zufall: Bei der internationalen Zählung in der Saison 2004/05 wurden in Polen 52,5 Tausend Paare Weißstörche erfasst, in den Tälern von Biebrza und Narew äsen sogar mehr als tausend Paare.
Am ergiebigsten ist die Sommersaison, wenn die Altvögel ihre Jungen aufziehen. Die Route führt durch offenes Gelände, daher plant man die Etappen am besten mit Blick auf die Dörfer und Infopunkte.
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