Märkte & Altstädte
Der Marktplatz in Zielona Góra bewahrt das mittelalterliche Raster der Altstadt, angelegt als Rechteck von 60 × 160 m, von dem einst sechs Gassen ausgingen. Der Handel gab den Platzteilen ihre Namen: Fleisch-, Mehl-, Leinen- und Getreidemarkt. Heute ist er der repräsentative Raum der größten Stadt der Woiwodschaft Lebus, die seit Jahrhunderten mit dem Wein verbunden ist.
Die Zeilen füllen vor allem Bürgerhäuser des 19. Jahrhunderts — vom Eklektizismus über Neorenaissance bis zur Moderne —, die den Krieg in ihrer ursprünglichen Form überstanden haben und heute die Altstadt schmücken. In der Mitte steht das stattliche Rathaus, um das der Spaziergang durch die Altstadt beginnt, die sich von der Kożuchowska- bis zur Bahnhofsstraße zieht.
Über den Platz schlendern die Bachuski — kleine Figuren, die auf die Weinbautradition der Stadt anspielen, der einst der Name Weinburg galt. Das städtische Leben von Zielona Góra begann um 1222, als Herzog Heinrich der Bärtige Siedler aus Flandern holte.
Der Platz liegt im Herzen der Stadt und grenzt an ehemalige Handelsplätze: den Pocztowy-Platz, einst Töpfermarkt, sowie den Słowiański-Platz, der im 19. Jahrhundert auf einem Friedhofsgelände angelegt wurde. Zur Zeit der Weinlese lebt die Gegend um den Markt auf.
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