Kirchen & Klöster
Die gotische Kirche Mariä Himmelfahrt am Klasztorny-Platz 2 in Żagań ist das Herz des ehemaligen Augustinerkomplexes: Daneben stehen das Kloster der Regularkanoniker des Heiligen Augustinus, die Klosterscheune und das Konvikt. Im März 2011 erklärte der Staatspräsident Bronisław Komorowski den gesamten Komplex zum Denkmal der Geschichte.
Nach den alten Chronisten stand hier bereits 1183 die erste Kirche, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus der Urkunde des Bischofs Thomas II. von 1272. In der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts errichteten die Regularkanoniker eine dreischiffige Basilika; nach Bränden in den Jahren 1472 und 1486 wurde sie als Hallenkirche wiederaufgebaut. Der Umbau von 1515 brachte einen neuen Turm und einen großen Westgiebel, nach dem Brand von 1730 erhielt das Innere eine reiche skulpturale Ausstattung. Die Außenhaut bewahrte den gotischen Charakter, die Loggia gehört bereits zur Renaissance.
In der Kirche ruht in einem gotischen Sarkophag der Herzog Heinrich IV. der Treue von Głogów und Żagań, gestorben am 22. Januar 1342 in Żagań. Erhalten sind die Chorstühle von 1695 und der Altar der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem sechzehnten Jahrhundert, auf der Empore über der Sakristei ist eine Museumsausstellung eingerichtet. Die Klosterbibliothek hat sich nahezu unversehrt erhalten – mit einem eigens geformten flüsternden Gewölbe: Wer in entgegengesetzten Ecken des Raumes steht, kann sich im Flüsterton verständigen.
Der Komplex wird nach vorheriger telefonischer Anmeldung mit einem Führer besichtigt.
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