Märkte & Altstädte
Der Marktplatz von Rzeszów bildet ein unregelmäßiges Viereck im Herzen der Hauptstadt der Woiwodschaft Karpatenvorland. Drei Zeilen sind bebaut — Süd, Ost und Nord; in der Westzeile ragt das Rathaus allein empor. Die Bürgerhäuser des 15.–19. Jahrhunderts wurden nach dem großen Brand von 1842 umgebaut, und unter dem Platz verlaufen heute gesicherte unterirdische Gänge.
Die erste Erwähnung des Rathauses stammt aus dem Jahr 1427. Der gemauerte Bau, vor 1591 auf Betreiben von Mikołaj Spytek Ligęza errichtet, wurde beim Einfall Georg II. Rákóczis 1657 zerstört. Seine heutige Gestalt verdankt er dem Umbau von 1895–1898, als das Gebäude aufgestockt wurde, Türmchen erhielt und der Giebel eine Uhr sowie einen Adler aus vergoldetem Kupferblech schmückte. Nach der Kriegsverwüstung erfolgte die Rekonstruktion erst 1993–1996.
Täglich erklingen hier sieben Turmrufe, komponiert von Tomasz Stańko — dem Trompeter, der eine eigene Jazzyrik schuf — eines der wenigen städtischen Signale in zeitgenössischem Ton. Unter der Nummer Rynek 26 beginnt die unterirdische Touristenroute durch Gänge unter der Altstadt.
In den Erdgeschossen der Bürgerhäuser gibt es Cafés und Restaurants, von den Ecken führen die Repräsentationsstraßen Kościuszki und Mickiewicza weg. Beginnen Sie am Vormittag am Rathaus, reservieren Sie einen Termin für die Untergrundroute und kehren Sie abends zur beleuchteten Altstadt zurück.
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